Viechtacher Bayerwaldbote vom 03.04.2009

Johannes Bauer bleibt Geflügel-Chef Neuwahlen beim Rassegeflügelzuchtverein Teisnach und Umgebung

Teisnach. Unter der Führung von Vorstand Johannes Bauer wird der Rassegeflügelzuchtverein Teisnach und Umgebung auch die nächsten beiden Vereinsjahre bestreiten. Bei der Generalversammlung am Samstagabend im Vereinslokal „Alte Filmbühne" erhielt er ebenso wie die gesamte Führungsriege ein überwältigendes Votum der 37 anwesenden Mitglieder. Gleich zum Ergebnis der Neuwahl, die Teisnachs 2. Bürgermeister Markus Hauf leitete: 1. Vorsitzender Johannes Bauer, 2. Vorsitzender Matthias Kilger (für Richard Gruber jun.), Schriftführer Helmut Steinbauer, Kassier Hildegard Ernst (für Manfred Schenk) und Georg Salzbrunn, 1. Jugendobmann Paul Kilger jun., 2. Jugendobmann Franz Graßl (für Helmut Steinbauer), Zuchtwart Hühner August Reiner (für Georg Ernst), Zuchtwart Tauben Georg Ernst, Ringwart Richard Gruber jun., Gerätewart Paul Kilger jun. (für Otto Ruderer), Beisitzer Richard Gruber jun. (für Matthias Kilger), Hermann Stiedl, Johann Vogl, Sabrina Sigl (für Hildegard Ernst), Franz Fischl, Josef Reiner (für Franz Graßl), Kassenprüfer Johann Reiner und Franz-Xaver Moser, Fahnenjunker Johann Daffner jun., Paul Kilger jun. und Maximilian Pfeffer (für Johann Vogl jun.). „Beide im letzten Jahr durchgeführten Vereinsveranstaltungen sind sehr gut gelaufen", freute sich Johannes Bauer in seinem Rückblick. Die Lokalschau in Böbrach war mit 433 Tieren bestückt und das Gartenfest in Vorderpiflitz erfreute sich regen Besuchs. Der Verein zählt derzeit 165 Mitglieder bei den Senioren. Hinzu kommen 22 Jugendliche. 2. Bürgermeister Markus Hauf lobte das große Engagement der Geflügelzüchter und freute sich über die großartige Jugendarbeit im Verein. Abgerundet wurde die Hauptversammlung mit Ehrungen. Für 15-jährige Mitgliedschaft erhielten Tobias Seidl und Stefan Kasparbauer die Landesverbandsnadel in Silber. Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurden Matthias Kilger und Albert Silberbauer mit der Landesverbandsnadel in Gold ausgezeichnet.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 05.04.2009 

Große Bereitschaft für den Ernstfall Jahreshauptversammlung der Feuerwehr - Kommandant lobt hohe Beteiligung an den Übungen

Kaikenried. Die Führungsmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Kaikenried hat eine positive Bilanz aus dem vergangenen Jahr gezogen. Gemessen an den geleisteten Einsatz- und Übungsstunden liegt ein erfolgreiches und aktives Jahr hinter der FFW Kaikenried.Insgesamt 65 Mitglieder fanden sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Danzer in Kaikenried ein, der ein Gedenkgottesdienst zu Ehren der verstorbenen Kameraden voraus ging. Erster Kommandant Helmut Kilger bemerkte in seinem Jahresbericht, dass in 22 Einsätzen insgesamt mehr als 1127 Einsatzstunden von den aktiven Feuerwehrkameraden geleistet wurden. Im Durchschnitt rückte die Wehr bei einem Alarm mit etwa 13 Personen aus. Mit insgesamt 630 Übungsstunden in 15 Übungen sei die Beteiligung hervorragend gewesen, sagte Kilger. Ganz besonders hob er die Leistungen der Wehr beim Großbrand des landwirtschaftlichen Anwesens in Bärmannsried hervor. Dort habe man zusammen mit Feuerwehren aus der Umgebung immerhin das Wohnhaus des Anwesens halten und darüber hinaus 65 Rinder vor dem Flammentod retten können. Lediglich für vier Kälber und drei Großtiere kam damals jede Hilfe zu spät. In diesem Zusammenhang dankte Helmut Kilger, der ebenfalls anwesenden Bürgermeisterin Rita Röhrl für die kurz vor dem Brand umgesetzte Erneuerung der dortigen Löschwasserzisterne. Wäre diese Investition nicht rechtzeitig getätigt worden, wäre dort Schlimmeres passiert. Darüber hinaus seien die Zahl der Sicherheitswachen bei Veranstaltungen wie dem Lenny-Kravitz-Konzert, die Primiz von Pater Christian Norbert Hamberger oder dem 50-Jahr-Fest des FC Kaikenried leicht angestiegen. Auch auf andere Einsätze, wie z. B. den erst kürzlich stattgefundenen Verkehrsunfall auf der B85 im Bereich Weiden ging er näher ein. Als besonders positiv wertete Helmut Kilger die im Landkreis eingeführte SMS-Alarmierung, die zusätzlich ausgelöst wird. Ebenfalls positiv bewertete er die neu beschaffte Schlauchpflegeanlage der Gemeinde Teisnach. Alle vier Gemeindefeuerwehren (Teisnach, Sohl, Arnetsried und Kaikenried) werden diese bei der FFW Teisnach stationierte Anlage nutzen.Zuletzt beschloss Helmut Kilger seine Ausführungen mit der Vorstellung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges HLF20/16. Die Planungen sind weitgehend abgeschlossen und das Fahrzeug befinde sich derzeit bei der Firma Ziegler im Bau. Man rechne mit einem Liefertermin Mitte Mai. Zum Schluss appellierte Kilger an seine Kameraden, verstärkt die Übungen zu nutzen, um sich in das Fahrzeug samt Beladung einzuarbeiten. Auch der Atemschutzbeauftragte Josef Wittenzellner bescheinigte seiner Gruppe höchste Aktivität und Leistungsfähigkeit. Neben Übungen und Pflichtterminen habe man in einem Brandübungscontainer unter reellen Bedingungen üben können, sagte er. Ein ebenfalls positives Resümee zog Jugendwart Jürgen Obermeier. Der Ausbildungsstand der Jugendgruppe sei hervorragend. Mit 821 Übungs- und Ausbildungstunden schlägt der etablierte zweiwöchige Übungsturnus zu Buche. In seinem Rechenschaftsbericht ließ Vorstand Oswald Fritz das vergangene Vereinsjahr Revue passieren. Insgesamt nahm die Feuerwehr an rund 60 Veranstaltungen teil. Er lobte den Ausflug zum Gardasee ebenso wie den Jahrtag. Zweiter Vorsitzender Kraus Reinhard legte stellvertretend für den verhinderten Kassier Johann Augustin einen Kassenbericht mit positivem Ergebnis dar. Die Entlastung war reine Formsache. Bürgermeisterin Rita Röhrl dankte im Namen der Marktgemeinde der Feuerwehr. Mit „Ich bin stolz auf euch" reagierte sie auf die positiven Ergebnisse. Sie dankten den Mitgliedern, da die Bereitschaft in Notlagen für Andere da zu sein und zu helfen, nicht genug gewürdigt werden kann. Besonderes Lob hatte sie für die Jugendarbeit bei der Kaikenrieder Wehr übrig, die auf der Versammlung stark vertreten war. Auch KBM Michael Maimer (Böbrach) überbrachte den Dank und die Grüße vom Kreisfeuerwehrverband Regen. Er unterstrich die Leistungsfähigkeit der Kaikenrieder Feuerwehr. Daher zeigte er sich auch zuversichtlich, dass die Anforderungen eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs von den Kaikenriedern gestemmt werden können.Ferner ehrte die Kaikenrieder Wehr Aktive: Für zehn Jahre aktiven Dienst wurden Florian Baumgartner, Stefan Bayerl, Tobias Hacker und Stefan Kilger geehrt. Des Weiteren wurden Katharina Kraus, Stefan Wittenzellner und Klaus Wühr zum Feuerwehrmann, bzw. Feuerwehrfrau befördert. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Michael Hacker, Stefan Kilger, Thomas Löffler, Georg Oswald jun. und Florian Baumgartner befördert. Und eine Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann erhielten Robert Boxhorn und Franz Steer jun.Auch zwei Neuaufnahmen begrüßte die Feuerwehr: Alexander Obermeier und Maria Kraus wurden in die Jugendfeuerwehr aufgenommen.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 05.04.2009

Schützengau plant Kadertraining für den Nachwuchs Gaujugendtag im Zeichen der Ereignisse von Winnenden - Preißer: „Schießsport fördert die Konzentration"

Kaikenried. Die Kaikenrieder Sportschützen waren Gastgeber der 22. Jahreshauptversammlung der Jugendleiter des Schützengaues Viechtach. Schützenmeisterin Maria Schindlbeck begrüßte die anwesenden Vereine und Ehrengäste und dankte der Gaujugendvorstandschaft für die Vergabe der Veranstaltung an ihren erst seit kurzem „auf eigenen Beinen stehenden" Verein. Der 1. Gaujugendleiter Andreas Preißer konnte Abordnungen aus 17 Vereinen willkommen heißen. Staatsminister Helmut Brunner ließ der Versammlung seine Grüße übermitteln und bat sein Fernbleiben zu entschuldigen. Enttäuscht zeigte sich Preißer darüber, dass wieder neun Vereine der Veranstaltung unentschuldigt ferngeblieben sind. Nach der Verlesung des Protokolls vom Gaujugendtag 2008 durch 1. Gaujugendsprecherin Martina Lummer ließ Andreas Preißer in seinem Jahresbericht das vergangene Jahr Revue passieren. Der Endkampf im Shooty-Cup auf Bezirksebene gehörte ebenso dazu, wie der Vereinsübungsleiterlehrgang, bei dem zu seinem Bedauern lediglich sechs Anmeldungen zu verzeichnen waren, oder die Teilnahme mehrerer Jungschützen am Walter-Ballin-Pokalschießen 2008 in Eggenfelden/Gern und an der Niederbayerischen und der Bayerischen Meisterschaft. Ein erstmalig angebotener Lehrgang im Luftgewehr-Dreistellungskampf und ein KK-Dreistellungslehrgang stießen auf große Resonanz; umso verwunderlicher sei es gewesen, dass weitere Lehrgänge wegen mangelnder Beteiligung nicht mehr zustandegekommen seien. Dazu merkte später Erich Schindlbeck an, die Jungschützen hätten kein Interesse mehr an der Veranstaltung gezeigt, weil der erste Kurs überfüllt gewesen sei und deshalb der einzelne Schütze zu kurz gekommen sei. Bei einer Wiederholung wäre eine Teilnehmerbegrenzung auf maximal zehn bis 15 Schützen angebracht.

Über Vereinsgrenzen hinweg

Fachübungsleiter Klaus Hutter führte dazu aus, dass Jungschützen mit Spaß an den Leistungssport herangeführt werden sollen. Es gehe nichts ohne Arbeit, aber Zwang sei fehl am Platze. Der Kader soll dazu da sein, dass die Jungschützen der Vereine zusammengebracht werden und miteinander trainieren können. Zur Diskussion um eine Verschärfung des Waffenrechts merkte Hutter an, dass es in Deutschland doppelt so viele „illegale" scharfe Waffen gebe, wie gemeldete, und dass eine weitere Gesetzesverschärfung dieses Problem nur noch weiter vergrößern würde. Die Anwesenheit von Regierungsdirektor Mayer nutzte der Gaujugendleiter zu der Bitte, die Kosten für die Ausnahmegenehmigung, mit der den Jugendlichen bereits ab zehn Jahren die Teilnahme am aktiven Schießsport erlaubt werden kann, zu senken. Preißer informierte auch noch darüber, dass in diesem Jahr wieder ein Ausflug der Gaujugend geplant sei. Des Weiteren möchte man gegen den Gau Deggendorf einen Jugendvergleich im Bogenschießen sowie einen Wettkampf auf den vollelektronischen Schießständen in Plattling durchführen. Außerdem wies er darauf hin, dass die Kosten für die Teilnahme am VÜ-Lehrgang von der Gaujugendkasse übernommen werden. Einige Wünsche und Anträge kamen von Seiten der Anwesenden. Sonja Hartmannsgruber regte an, Einladungen zukünftig nicht nur an die Vereinsjugendleiter, sondern auch an die Schützenmeister zu verschicken, weil damit besser gewährleistet sei, dass das Schreiben nicht „irgendwo liegenbleibe". Schließlich wurde noch Kritik an der Dauer des Übungsleiterlehrgangs laut, der mit drei Tagen als zu lange bewertet wurde. Klaus Hutter entgegnete, dass der Umfang vom BSSB vorgeschrieben sei.

Aufschwung beim Fernwettkampf

Ein Ausflug nach Geiselwind gab den Jungschützen der Vereine Gelegenheit, sich auch außerhalb der Schießstände kennenzulernen, sagte Preißer. Beim Gaujugendpokalschießen bei den Schloßschützen Krailing ist die Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr erneut zurückgegangen; nur noch 59 von 140 gemeldeten Jungschützen sind angetreten. Dieser rückläufige Trend konnte jedoch beim Jugendfernwettkampf 2009 mit 103 Anmeldungen zur Freude des Gaujugendleiters wieder ins Gegenteil verkehrt werden. Die Teilnahme am Erwin-Huber-Pokal musste abgesagt werden, weil gerade im Juniorenbereich die besten Schützen des Gaues oft samstags arbeiten müssen. Der Jugendleiter-Frühschoppen als Informationsveranstaltung für das kommende Sportjahr fand am 7. Dezember in Schönau statt. Auch am Bezirksjugendtag 2009 am 14. März in Ruderting, Gau Passau, nahm die Gaujugendleitung teil. Schließlich informierte Preißer noch über den am ersten Aprilwochenende anstehenden VÜ-Lehrgang und mahnte die Inhaber der Scheine, auf eine rechtzeitige Verlängerung zu achten. Aus dem Kassenbericht ging hervor, dass im vergangenen Jahr die Ausgaben über den Einnahmen lagen. Dennoch verfügte man dank der Rücklagen der vergangenen Jahre über einen ordentlichen Kassenstand. 2. Gauschützenmeisterin Elfriede Weber führte aus, dass es ein großes Bestreben sei, der Jugend den verantwortungsvollen Umgang mit der Waffe beizubringen und legte den Anwesenden deshalb nahe, die vom Gau angebotenen Lehrgänge wahrzunehmen. Der Auftritt des Präsidenten des Deutschen Schützenbundes (DSB) Josef Ambacher vor kurzem in einer Talkshow stieß beim 1. Gaujugendleiter auf heftige Kritik. In dieser Sendung sei die Tatsache, dass der Schießsport ein Konzentrationssport sei, vollkommen ins Gegenteil verkehrt worden und ausgerechnet der Schützenpräsident sei damit als einer der Ersten den Vereinen in den Rücken gefallen. Fakt sei es laut Preißer jedoch, dass von Seiten des Landesschützenverbands und des Jugendrings sogar Bestrebungen bestehen, den Schießsport ab zehn Jahren in den Schulsport einzubinden; es sei wissenschaftlich bewiesen, dass der Schießsport die Konzentration und die schulischen Leistungen positiv beeinflusse. Im Gau und in den Vereinen werde ständig dafür gekämpft, dass Jugendliche ins Vereinsleben eingebunden werden und „von der Straße wegkommen". Nicht das Sportschießen im Verein, sondern vielmehr Mobbing und schulischer Druck seien es, was Jugendliche zu Einzelgängern mache, bei denen Killerspiele am heimischen PC dann noch ihr Übriges täten, ist der Gaujugendleiter überzeugt. Das Gaujugendpokalschießen 2010 konnte mangels Bewerbung nicht vergeben werden, als Ausrichter des Gaujugendtages 2010 stellten sich die Bergschützen Schwaben zur Verfügung. Anschließend gab Preißer bekannt, dass die Gaujugendleitung beschlossen habe, die besten Schützen des Gaues aus dem Schüler-, Jugend- und Juniorenbereich zu einem Kadertraining einzuladen, wo sie in einer ganztägigen Veranstaltung von Trainern und den Fachübungsleitern Tipps und Tricks zur weiteren Leistungsverbesserung erhalten sollen. Ziel sei es, gute Schützen zu fördern und weiter zu schulen, damit sie auch in höheren Ebenen Leistungen erbringen können. Die Kaderschützen werden vom Gau mit T-Shirts ausgestattet. Als Kaderstützpunkt ist zunächst das Vereinsheim der „Regentaler Buam" Schönau vorgesehen.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 08.04.2009

Mit Mahatma und Tschamstara Luise Kinseher begeistert mit ihrem Glück-Programm in der Filmbühne

Teisnach. Kennen Sie Gitte Lachner, Birgitt Rösch, Frau Freese, Juliane Bergmeister, Frau Dr. Dipl. Psychologin Welter und Frau Wondra? Nein? Hinter all diesen Namen verbirgt sich eine einzige Person: Die erfolgreiche Kabarettistin und Schauspielerin Luise Kinseher, die am Sonntagabend in Teisnachs „Alter Filmbühne" einen Kabarettabend der Extraklasse bot. Mit ganz wenigen Requisiten wie Brille, Trenchcoat und schnell gewechselten Klamotten gelang ihr scheinbar spielerisch die Verwandlung in die unterschiedlichsten Frauen und Charaktere, die jedoch alle ein Ziel hatten - dem begeisterten Publikum zu erklären, was Glück ist bzw. was es nicht ist. „Glück und Co., wird sind da und sie sind froh!" Als Luise Kinseher, alias Gitte Lachner, die Chefin der Firma Glück und Co. ihren Werbeslogan ins Publikum ruft und gleich darauf mit einem lautstark-kicksenden Lachen die Trommelfelle strapaziert, ist ihr nicht nur die Aufmerksamkeit im Saal sicher, sondern steckt sie das Publikum auch gleich zum Mitlachen an. „Dieser Abend wird Ihr Leben verändern!" ruft sie in den Saal. Denn glücklich sein möchte schließlich jeder und Luise Kinseher weiß, wie es geht. Sie beruft sich dabei auf das Buch von Mahatma Haruschi, einem erleuchteten Hühnerzüchter aus dem Süden Indiens, wo bekanntlich ja die glücklichsten Menschen leben, denn: „Da hat jeder eine Palme und fertig!" Ist die Ehe gleichbedeutend mit Glück? Wenn man Frau Freese von ihrer mehr als 50-jährigen Ehe mit ihrem Heinz erzählen hört, könnte man daran zweifeln. So war Heinz bei ihrer Hochzeitsreise infolge einer Muschelallergie tagelang ans Bett gefesselt, aber da war ja noch Jugendfreund Horst, mit dem sie dann nicht nur Venedigs Kanäle erkundet hat. Auch am 50. Hochzeitstag war ihr Ehemann verhindert. Er kümmerte sich stattdessen um den kranken Hund der Familie. „Das war übrigens der fünfte Schnauzer, der unsere Ehe nicht überlebt hat!" Aber: Horst war ja da! Schnell schlüpfte Luise Kinseher in weitere Rollen. Als ihre Mitarbeiterin Juliane Bergmeister erklärte sie, dass sie das letzte Mal Weihnachten 1973 so richtig glücklich war. Sie bekam ihre erste Brille - von der Krankenkasse voll bezahlt - und konnte erstmalig alles so richtig sehen. Für Mitarbeiterin Birgitt Rösch ist das mit dem Glück ganz einfach. Nach einer Wanderung in zu kleinen Schuhen war sie richtig glücklich, diese wieder ausziehen zu können. In Sachen Liebe holte sich die Chefin der Firma Glück und Co. eine anerkannte Kapazität aus Wien. Frau Dr. Diplom-Psychologin Welter hatte aber schon zwei Tage nichts mehr von ihrem Franz gehört. Dabei hatte er ihr doch versprochen: „Ich zeige dir den Himmel!" (Er ist Pilot!). Doch nach einem kurzen Rundflug war auch schon alles wieder vorbei. Da halfen auch all die Erinnerungen an ihre zahlreichen Verflossenen nichts - sie war todunglücklich und lief auf und davon. Worauf Firmenchefin Gitte Lachner schnell einsprang. Sie fragte: „Ist Schönheit gleichzusetzen mit Glück?"Schönheit - da kennt sie sich schließlich aus. Sie ist Friseurmeisterin und hat 150 Dauerwellen gelegt, bis sie ihren Salon schließen musste. Eine alles andere als attraktive Stammkundin hat sie immer getröstet: „Was ist schon schön? Sehen sie, ein Mistkäfer findet Mist schön!" Auch wenn man selber sehr schön ist, ist es auch nicht einfach! Denn dann muss auch alles andere auch sehr schön sein. Schöne Frau, schöne Kinder, ein schönes Haus am See, Auto, Job. . . „wer hat denn das schon?" Also wieder nix mit dem glücklich sein. Birgitt Rösch hadert mit ihrer Stellung in der Firma. Sie betrachtet sich als völlig überqualifiziert. Aber: „Als Frau über 40 nimmst du jeden Job!" Sie bedauert sich: „Wenn du klüger bist als dein Chef - dass macht auch nicht glücklich!" Frau Wondra, die tschechische Reinigungsfrau nutzt die Gelegenheit, als ihre Chefin in einer Besprechung ist und huscht auf die Bühne, die ihr ansonsten versperrt bleibt. Weil: „Meine Chefin sagt, ich bin zu greislich und eine Zumutung für das Publikum." Dabei hatte sie doch auch einen Beitrag zum Glücklichsein. Sie hat sich zwei Kilogramm Fett absaugen lassen und hat jetzt einen „Tschamstara", den sie bei einem Autounfall kennen gelernt hat. „Essen macht glücklich!" ruft Gitte Lachner voller Überzeugung ins Publikum. Aber: „Man sieht es mir an." Frau Freese sucht ihren Mann - warum eigentlich? Denn der verfettet zusehends. Er isst nämlich heimlich. So hat sie ihn erst gestern mit einer Tüte Kartoffelchips erwischt. Wo er die wohl her hat? Sein Taschengeld reicht jedenfalls nicht aus. Daraufhin hat sie ihn auf Nulldiät gesetzt und er ist spurlos verschwunden. Frau Rösch hat dann doch noch ihr Glück gemacht. Aufgrund ihrer Gesangseinlage wurde sie spontan engagiert. Als singender Zimmerbrunnen wird sie in einer Raststätte an der A3 künftig endlich im Mittelpunkt stehen. Die Chefin der Firma Glück und Co., Gitte Lachner, kommt ins Grübeln: „Bei einer Ich-AG muss man alles selber machen, sogar die Mitarbeiter! Ob ich wohl doch wieder einen Friseursalon eröffne?" Mit der Kabarettistin Luise Kinseher setzten die Verantwortlichen von K.i.T. um den Kulturbeauftragten der Marktgemeinde Teisnach, Herbert Wittenzellner, einen (vorläufigen) glänzenden Schlusspunkt, bevor es nach der Sommerpause im Herbst wieder losgeht. Man darf schon heute gespannt sein.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 09.04.2009

Marktrat zu Besuch in der FH Einblick in die Arbeit der Hochschule Deggendorf bekommen

Teisnach. Bei einem Besuch an der Fachhochschule Deggendorf hat der Marktgemeinderat Teisnach einen Blick in die Zukunft geworfen und sich von der künftigen Arbeitsweise des Technologiecampus Teisnach einen Eindruck verschafft. Zusammen mit Bürgermeisterin Rita Röhrl informierten sich die Markträte über die technische Ausstattung und die Potenziale der Forschungsgruppe Optical Engineering. Ab Oktober 2009 wird dieser Fachbereich den wissenschaftlich/fachlichen Betrieb des Technologiecampus verantworten. Besonders beeindruckten die bereits vorhandenen Geräte zum Schleifen, Polieren und Vermessen von Oberflächen mit einer Genauigkeit von wenigen 10 Nanometern (10-9 Meter; das ist die Strecke, die Gras in einer Sekunde wächst), die ab Herbst teilweise nach Teisnach verlagert werden. Dort sollen sie zusammen mit neuesten Maschinen weltweit einmalige Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Ein Beispiel für die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Aktivitäten ist die Firma OAT, die sich aus Kontakten zwischen der Hochschule und Partnerfirmen entwickelt hat. Obwohl diese erst seit einem halben Jahr aktiv ist, stellt sie bereits jetzt die weltweit besten Kugelpolierwerkzeuge her. Der Gründer von OAT, Lutz Küpper, stellte außerdem sein neues Projekt für Teisnach vor: die Entwicklung einer innovativen Maschine zur Fertigung von hochgenauen Spiegeln mit zwei Metern Durchmesser. Dieses Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Deggendorf und weiteren Partnern aus Bayern durchgeführt. Am Beispiel dieser Pläne wurde auch klar, welche Bedeutung eine gute räumliche Ausstattung mit hochwertiger Fundamentierung und Klimatisierung, wie sie in Teisnach realisiert wird, für den Erfolg dieser Projekte hat.

14.04.2009

Horst Blüml weiterhin Ortsvorsitzender CSU-Hauptversammlung mit Neuwahlen - Unstimmigkeiten sollen der Vergangenheit angehören

Teisnach. Der langjährige CSU-Ortsvorsitzende und Kreisrat Horst Blüml bleibt für weitere zwei Jahre Vorsitzender des Teisnacher CSU-Ortsverbandes. Bei der turnusgemäßen Jahreshauptversammlung wurde die komplette Vorstandschaft neu gewählt, Horst Blüml erhielt dabei ein fast einstimmiges Votum. Zur Jahreshauptversammlung im Gasthof Schiller konnte der Ortsvorsitzende Horst Blüml ein Drittel von derzeit 39 Mitgliedern begrüßen. Auch zwei Neuaufnahmen in der CSU konnten vermeldet werden. Unter den Gästen war auch der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende und Fraktionssprecher im Kreistag, Willi Köckeis aus Langdorf. In seinem Rechenschaftsbericht richtete Blüml sein Augenmerk auf die Arbeit im Marktrat und einen Rückblick auf die Kommunalwahl 2008. Erfreulich sei hier gewesen, dass die CSU mit einem sehr guten Ergebnis die stärkste Fraktion und den 2. Bürgermeister im Marktrat stellt. Weniger hilfreich für den CSU-Ortsverband seien aber die Unstimmigkeiten nach den Kommunalwahlen gewesen, wodurch die Außendarstellung der Fraktion an Ansehen eingebüßt habe. „Ich habe manchmal mit dem Gedanken gespielt, den Ortsvorsitz abzugeben. Aber das wäre nicht mein Stil und mein Herz hängt viel zu sehr an der CSU, als dass ich einfach die Brocken hinschmeiße", erklärte Blüml. Die CSU habe einen klaren Wählerauftrag als Opposition erhalten und den werde man erfüllen. „Künftig gilt es, wieder mehr die Gemeinsamkeit in den Vordergrund zu richten, und die Unstimmigkeiten zu beenden. Ich bin dazu bereit", so der Ortsvorsitzende abschließend zu diesem Thema. Im weiteren Teil streifte Blüml die aktuellen Themen im Marktrat. In einer Bürgerversammlung zu den Konzertveranstaltungen sei deutlich zum Ausdruck gekommen, dass in der Bevölkerung große Vorbehalte gegenüber solchen Großereignissen bestehen. Das finanzielle Risiko sei viel zu hoch, wie die Verluste beim Lenny Kravitz Konzert im letzten Jahr belegen. Als einen Geniestreich bezeichnete Horst Blüml den Bau der FH-Außenstelle in Teisnach. Die guten Vorbereitungen bei der Bewerbung und die Firma Rohde & Schwarz hätten hier den Ausschlag gegeben. „Wir sind zuversichtlich, das die gesamte Region davon profitieren wird", meinte er. Bei vermutlich rund zehn Millionen Euro Baukosten und den anderen Investitionen in der Gemeinde würden die Rücklagen aufgebraucht sein. Bei zu erwartenden Mindereinnahmen bei den Gewerbesteuern könne es durchaus passieren, dass in den nächsten Jahren wieder ein Gang in die Verschuldung droht. Eine Vision, die es weiter zu verfolgen gilt, sei die Wiederinbetriebnahme der Bahnlinie Viechtach - Gotteszell, vor allem im Hinblick auf die FH-Außenstelle, merkte Blüml an. Der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Willi Köckeis berichtete in seinen Ausführungen von der Landkreispolitik und der bevorstehenden Europawahl, wo auch die Freien Wähler erstmals antreten. „Die Freien Wähler zeigen nun ihr wahres Gesicht und treten als Scharfmacher gegenüber der CSU und Bayern auf", meinte Köckeis. Die Spitzenkandidatin der Freien Wähler, Gabriele Pauli, wolle die Türkei sofort in die EU aufnehmen, dies müsse dem Wähler klar gesagt werden, so Köckeis.Schatzmeister Christian Blüml berichtete in seinem Kassenbericht von einem ansehnlichen Kassenbestand. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Arbeit. Die Neuwahlen der Vorstandschaft waren dank der guten Vorbereitung für Wahlleiter Willi Köckeis kein Problem. So bleibt Horst Blüml Ortsvorsitzender, Stellvertreter sind Georg Wittmann, Alfred Kasperbauer und Josef Petersamer. Die Schriftführung übernimmt weiterhin Ernst Seitz, Schatzmeister bleibt Christian Blüml, die Kasse prüfen Michael Altmann und Josef Süß. Als Beisitzer gehören der Vorstandschaft an: Markus Hauf, Rudolf Jungbeck, Georg König, Regina Pfeffer und Josef Niedermeier. Als Delegierte in den Kreisversammlungen vertreten den Ortsverband Teisnach Horst Blüml, Ernst Seitz, Alfred Kasperbauer und Georg Wittmann.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 16.04.2009

An die Spaten für die FH Teisnach Offizieller Startschuss für den Bau der Hochschulaußenstelle - „Einmalige Chance für die ganze Region"

Teisnach. Die Bauarbeiten für das FH-Gebäude in Teisnach laufen seit fast drei Wochen. Von früh bis spät wird gewerkelt auf der Baustelle. Gestern aber schwiegen die Baumaschinen für eine halbe Stunde - für den offiziellen Spatenstich für die Millioneninvestition. Rund 60 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und von der Fachhochschule Deggendorf waren dafür nach Teisnach-Oed gekommen und überzeugten sich davon, wie weit der Bau der FH-Außenstelle bereits fortgeschritten ist. Bürgermeisterin Rita Röhrl strahlte mit der Sonne gestern Nachmittag um die Wette. Sie habe lange gebraucht, bis sie die Entscheidung des ehemaligen Wissenschaftsministers Thomas Goppel, der sich für die Ansiedelung der FH-Außenstelle im Markt Teisnach ausgesprochen hatte, verdaut habe, meinte Röhrl. „Eigentlich ist es mir erst heute so richtig bewusst geworden, dass wir das Ding nun wirklich bei uns in Teisnach bauen", bekannte sie in ihrer Rede. Kurz und knapp ließ sie kurze Geschichte der FH-Außenstelle noch einmal Revue passieren. Innerhalb eines knappen halben Jahres hatte es der Markt geschafft, die Idee, „die FH in ein Dorf zu holen" in die Tat umzusetzen. Dies sei aber nur möglich gewesen, weil der gesamte Gemeinderat an einem Strang gezogen habe. „Und auch jetzt, nachdem klar ist, dass das Projekt rund zehn Millionen Euro kosten wird, gab es keine Diskussion, sondern einen einstimmigen Beschluss, weil allen klar ist, das ist unsere große Chance", betonte Röhrl. Wenn alles nach Plan laufe, „und davon bin ich überzeugt, kann Professor Sperber seine Maschinen, die er bereits im alten Wurschy-Gebäude eingelagert hat, Ende September ins neue FH-Gebäude umziehen". Auf diesem liege derzeit das Hauptaugenmerk bei den Bauarbeiten, aber bereits in der nächsten Marktratssitzung werden die Aufträge für den Bau von zwei der drei Hallen des Gründercampuses vergeben. Damit werden die Weichen gestellt für die Ansiedelung der ersten Firmen. Welche Bedeutung die FH-Außenstelle in Teisnach für den ganzen Landkreis Regen, den Bayerischen Wald, Niederbayern und darüber hinaus hat, das machten Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und die weiteren Redner deutlich. Brunner bezeichnete sie als „zukunftsweisende Investition", die in Teisnach „im idealen Umfeld" getätigt werde. Positiv sieht auch Ministerialdirigent Dr. Wolfgang Zeitler vom Bayerischen Wissenschaftsministerium den Schritt der Hochschule Deggendorf in die Region zu gehen. „Dies ist eine Hochschulentwicklung, die in den Regionen die nötigen Impulse gibt, die dazu beitragen, dass qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden", sagte der hochrangige Ministerialbeamte. Respekt zollte Landrat Heinz Wölfl dem Markt Teisnach und seiner Bürgermeisterin - für den Mut, die Fachhochschule nach Teisnach zu holen. „Hier entsteht etwas Außergewöhnliches, darüber sollten wir uns alle im Landkreis freuen", meinte er, zumal man sich durch die FH die Schaffung neuer zukunftsfähiger Arbeitsplätze erhoffe. Dass sich diese Hoffnung durchaus erfüllen könne, betonte Professor Reinhard Höpfl, Präsident der Hochschule Deggendorf. Deggendorf sei das beste Beispiel dafür. „Hochschulen sind Motoren für die Entwicklung. Und was hier in Teisnach entsteht, gibt der ganzen Region neue Möglichkeiten."

Viechtacher Bayyerwaldbote vom 18./19.04.2009

Fit für den Weltmarkt SPD-Europapolitiker bei Rohde & Schwarz - FH-Standort Teisnach gewinnbringend

Teisnach. Das Projekt ist zweifellos hochinteressant und mittelfristig gewinnbringend: Die Marktgemeinde Teisnach wird zum Fachhochschulstandort aufgewertet und nur wenige Meter davon entfernt produziert das Elektronikunternehmen Rohde & Schwarz Spitzentechnologie für den Weltmarkt. Wie breit gefächert die Produktpalette des Münchener Unternehmens am Standort Teisnach ist, davon konnten sich der SPD-Europaabgeordnete und Spitzenkandidat zur Europawahl am Sonntag, 7. Juni, Wolfgang Kreissl-Dörfler (München), Niederbayernkandidat Christian Flisek (Passau), Landtagsabgeordneter Bernhard Roos (Passau) und Teisnachs Bürgermeisterin Rita Röhrl überzeugen. Rohde & Schwarz-Abteilungsleiter Erwin Greil führte die Polit-Delegation durch die Werkshallen an der Kaikenrieder Straße. Neben der Fertigung hochkomplexer Systeme im Bereich Rundfunktechnik und Funkkommunikation setzt der Betrieb seit über einem Jahrzehnt zusätzlich auf Fertigungsdienstleistung. „Derzeit wird ein Pilotprojekt zur Fertigung von Ladestationen für Elektroautos realisiert", sagte Greil. Kontinuierliche Investitionen in Maschinen und Anlagen, hoch qualifizierte Mitarbeiter und Produktinnovationen sichern den Erfolg des Unternehmens. Als Europaabgeordneter will Kreissl-Dörfler in Brüssel Sprachrohr für die bayerische Wirtschaft sein, Kontakte knüpfen und als Vermittler auftreten. Rohde & Schwarz charakterisierte er als Vorzeigebetrieb. Die Ansiedlung der FH-Außenstelle in Teisnach sieht der 58-Jährige als „einmalige Chance für die ganze Region".Dafür, so Bürgermeisterin Rita Röhrl, gibt die Marktgemeinde rund zehn Millionen Euro aus. „Dieses Projekt ist hochinteressant und bietet die Möglichkeit Know-how in der Region zu binden", erklärte der Rechtsanwalt Christian Flisek. Genau solche Maßnahmen können die stetige Abwanderung von ambitionierten Studienabsolventen in Ballungszentren verhindern.Auch wenn die Früchte der Investitionen sicherlich erst in ein paar Jahren geerntet werden können. Das ehrgeizige Projekt, und darin waren sich alle einig, hat Vorbildcharakter.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 24.04.2009

Mädchen und Technik - das passt 31 junge Damen zum „Mädchen-Zukunftstag" bei Rohde & Schwarz

Teisnach. Unter dem Motto „Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten für technisch interessierte Mädchen" stand der gestrige „Girls´Day" im Elektronikunternehmen Rohde & Schwarz in Teisnach. 31 Schülerinnen zwischen 13 und 17 Jahren von den umliegenden Haupt- und Realschulen und Gymnasien schnupperten Technikluft. Viele Mädchen entscheiden sich immer noch für „typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs. Durch den „Girls´Day" versucht Rohde & Schwarz diesem Trend beizukommen. In der Ausbildungswerkstätte durften die Mädchen löten, feilen, bohren und sogar fräsen. „Praktische Übungen zeigen sehr schnell, worauf es uns bei der Ausbildung ankommt", erklärte Ausbildungsleiter Alexander Glasl. Zusammen mit Personalreferent Michael Kovacs stellte er die Schwerpunkte in der täglichen Arbeit vor und zeigte Karrieremöglichkeiten auf. Kovacs: „Auf Grund ausgezeichneter Erfahrungen in der Vergangenheit sind wir bestrebt den Mädchenanteil unter den Auszubildenden weiter anzuheben". Im September beginnen im Werk Teisnach immerhin drei junge Damen ihre Ausbildung. Zusammen mit 15 Burschen werden sie zu Industriemechaniker Fachrichtung Feingerätebau, Elektroniker für Geräte und Systeme sowie Oberflächenbeschichter ausgebildet. Zusätzlich bietet Rohde & Schwarz ab Juli zwei Jugendlichen einen Arbeitsplatz für ihr duales Studium. Gefördert wird der „Girls`Day" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Seit der ersten Veranstaltung 2001 haben etwa 800 000 Mädchen die Chance genutzt, in einen ungewöhnlichen Beruf hineinzuschnuppern. Heuer beteiligten sich knapp 125 000 Mädchen an den 8614 Veranstaltungen und 353 Arbeitskreisen im Bundesgebiet.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 24.04.2009

Keine Mehrheit für Straßennamen Vorschlag „Am Campus" gefällt Markträten nicht

Teisnach. Im ersten Anlauf ist die Vergabe eines Straßennamens für die Erschließungsstraßen im Bereich des Technologietransferzentrums in Teisnach-Oed gescheitert. Bürgermeisterin Rita Röhrls Favorit „Am Campus" fand in der Marktratssitzung am Mittwoch keine Mehrheit. Die Telekom, das Finanzamt und mehrere spätere Mieter der Hallen des Gründercampuses hatten in den vergangenen Tagen beim Markt Teisnach und der Optik Zentrum Bayern in Teisnach GmbH angerufen und wissen wollen, welche Namen die Erschließungsstraßen auf dem FH-Gelände bekommen werden. Einig waren sich Bürgermeisterin Rita Röhrl und die Markträte, dass alle Straßen auf dem FH-Gelände dieselbe Bezeichnung bekommen sollen. Aber welche? Geschäftsleiter und OZB-Geschäftsführer Gerhard Wittenzellner hatte „Am Campus" und „Hochschulplatz" vorgeschlagen und vor allem mit ersterem bei Röhrl gepunktet. Mehrere Markträte aber konnten sich mit dem Namen gar nicht anfreunden. „Mir ist das zu amerikanisch, das passt nicht in den Bayerischen Wald", meinte Regina Pfeffer (CSU). Ähnlich argumentierte Josef Niedermeier: „Ich wehre mich gegen Wörter aus einer fremden Sprache und Campus ist amerikanisch." Dem jedoch widersprach Dr. Christoph Raab (SPD). „Campus ist nicht amerikanisch, sondern lateinisch", erklärte er und schlug stattdessen „Franz-Beckenbauer-Straße" vor. Für Horst Blüml (ebenfalls CSU) fehlte in dem Namen der Bezug zum Technologiecampus und schlug „Technologiezentrum" vor. Doch genauso wie „Am Campus" keine Mehrheit bekam, erging es auch diesem Vorschlag. „Rita-Röhrl-Platz" schied ebenfalls aus. „Straßennamen werden nur Verstorbenen gewidmet", kommentierte die Rathauschefin diese Idee. Der Marktrat wird sich deshalb in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 14. Mai, erneut mit der Vergabe der Straßenbezeichnung befassen.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 24.04.2009

Kinderkrippe für die kleinsten Bürger Marktrat votiert einstimmig für 1,1-Millionen-Bau - Große Lösung mit neuer Schulküche

Teisnach. Eine zukunftsweisende Entscheidung hat der Marktrat Teisnach in seiner Sitzung am Mittwochabend getroffen. Einstimmig votierte das Gremium für den Bau einer Kinderkrippe. 17 Mädchen und Buben - vom Baby bis zum dreijährigen Kleinkind - sollen dort betreut werden. Doch damit nicht genug. Das Gremium sprach sich für die „große Lösung" aus und beschloss, das Gebäude zweigeschossig zu errichten mit einer neuen Schulküche samt Speisesaal im Obergeschoss.

Neuer Raum für dritte Kindergartengruppe

Mit dieser Entscheidung hat die Gemeinde „mehrere Fliegen mit einer Klappe" geschlagen. Sie schafft bereits jetzt die Voraussetzung dafür, dass der Markt die ab 2013 gesetzlich garantierten Betreuungsplätze anbieten kann und macht es möglich, dass die bislang ausgelagerte dritte Kindergartengruppe wieder im Kindergarten unterkommt. Wenn die neue Lehrküche samt Speisesaal fertig ist, kann der Markt die bisherige Schulküche zu einem zusätzlichen Gruppenraum umbauen. Weiterer positiver Nebeneffekt der Investition: Den neuen Speisesaal könnte auch die Volksschule Teisnach nutzen und künftig neben der offenen auch eine gebundene Ganztagsbetreuung anbieten. Erste Pläne für den Neubau, der neben dem Kindergarten errichtet werden soll, sind fertig. Das Architekten- und Ingenieurbüro Bielmeier und Partner aus Kaikenried hat in ihren Entwürfen der unterschiedlichen Nutzung der beiden Geschosse Rechnung getragen. Beide Stockwerke haben jeweils eine Fläche von 250 Quadratmeter. Im Erdgeschoss, der künftigen Heimat der Kinderkrippe, sind eine Küche, ein Abstellraum für Kinderwagen, ein 40 Quadratmeter großer Gruppenraum, ein Ruheraum, Sanitärräume und ein Büro für die Krippenleitung vorgesehen. Ein besonderes Schmankerl ist das geplante „Elternzimmer", von dem aus die Mamas und Papas ihren Kleinen beim Spielen zuschauen können. Im Obergeschoss sehen die Pläne eine rund 117 Quadratmeter große Lehrküche, ein Lager und den Speisesaal vor. „Die Frage ist aber, können wir uns das alles leisten", wollten mehrere Markträte wissen und erfuhren sogleich: Auch das Finanzierungskonzept für die Investition steht. Bei einem Termin mit der Regierung von Niederbayern haben Bürgermeisterin Rita Röhrl und geschäftsleitender Beamter Gerhard Wittenzellner abgeklopft, welche Art von Förderung der Markt für die Baumaßnahme erhalten könnte. Die Gesamtkosten für diese „große Lösung" haben die Planer auf 1 175 862,46 Euro geschätzt. 521 800,04 Euro davon kostet die Kinderkrippe, 571 800, 04 Euro der Neubau der Lehrküche und 82 262,38 Euro der Umbau der jetztigen Schulküche für den Kindergarten. Aus verschiedenen Fördertöpfen könnte die Gemeinde dafür insgesamt 570 127,58 Euro an Zuschüssen erhalten, so dass der Eigenanteil des Marktes 605 734, 88 Euro beträgt.

Baubeginn noch im Herbst möglich

Die „kleine Lösung" für geschätzt 633 667,39 Euro hätte nur den Bau einer eingeschossigen Kinderkrippe vorgesehen. Der Eigenanteil der Gemeinde hätte 305 805,36 Euro betragen. Die Markträte und Bürgermeisterin Rita Röhrl waren sich letztlich einig, „das Ganze zukunftsfähig" zu machen. 2. Bürgermeister Markus Hauf (CSU) meinte etwa: „Wir geben dann zwar für den Moment mehr Geld aus, aber die Investition ist ein wichtiger Faktor für die Zukunft der Gemeinde." Und sein Fraktionskollege Horst Blüml ergänzte: „Die große Lösung bedeutet auch eine Verbesserung für die Schule. Das Geld ist somit sinnvoll investiert." So sahen es auch die SPD-Markträte und die Vertreter der Freien Wähler: Karl Augustin sagte: „Das ist eine super Sache, damit sind wir in Teisnach gerüstet für die Zukunft." Wenn alles nach Plan läuft und Bau- und Förderanträge schnell genehmigt werden, will der Markt noch im Herbst mit den Bauarbeiten beginnen. In den nächsten Wochen dagegen wird die Kläranlage modernisiert. Der Marktrat hat in der Sitzung beschlossen, den in die Jahre gekommenen Rechen zu erneuern. Das Gerät ist seit dem Anfahren der Kläranlage im Jahr 1986 in Betrieb, mehrfach repariert und wieder instandgesetzt werden. Nun müsste er erneut repariert werden. Dies würde aber nur geringfügig weniger kosten als die Anschaffung eines neues Rechens, erläuterte Bürgermeisterin Rita Röhrl in der Sitzung. Deshalb stimmte der Marktrat einstimmig dafür, einen neuen Rechen zum Preis von 30 134,61 Euro zu kaufen. Zudem erhält die Kläranlage eine Sandwaschanlage zum Preis von 25 426,08 Euro.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 28.04.2009

Herzinfarkt, Schlaganfall, Stürze Informativer Vortrag mit Dr. Christoph Raab bei den Pfarrsenioren

Teisnach. Gut sechzig aufmerksame Zuhörer lauschten im Pfarrheim den Ausführungen von Dr. Christoph Raab, praktizierender Arzt in Teisnach. Dem Referat war eine gemütliche Kaffeestunde der Seniorinnen und Senioren vorausgegangen, zu der Pfarrer Johann Trescher, Seniorenbetreuer Erwin Fischl und der Sozialausschuss geladen hatten. „Hilfe bei Herzinfarkt, Schlaganfall und bei Stürzen" hieß das Thema, das großes Interesse fand. Dr. Raab erläuterte, dass die heutige Lebenserwartung bei Frauen mit 79,9 und bei Männern mit 77 Jahren wesentlich höher liege als früher. Hygienische Umstände, Arbeits- und Ernährungsumstellung und die moderne Medizin seien Gründe hierfür. In Deutschland würden jährlich 80 000 Menschen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sterben, die meisten in einem Zeitraum von einigen Minuten bis zu sechs Stunden nach dem Infarkt. Der Mediziner erläuterte dann Anzeichen und Vorboten eines Herzinfarkts. Bei Druck in der Brust, bei schmerzhafter Ausstrahlung in den linken Arm, bei Übelkeit und Magendruck gelte die Devise: Sofort den Arzt rufen! Bis zu dessen Eintreffen ist zu beachten: äußerste Ruhe bewahren, den Patienten nicht mehr bewegen, nur halbsitzend lagern und Fenster öffnen. Beim Schlaganfall, so der Referent, verschließe sich ein Gefäß im Gehirn, werde nicht mehr ausreichend durchblutet, die Nervenzellen verlieren ihre Funktion. Anzeichen oder Vorzeichen wie beim Herzinfarkt gäbe es beim Schlaganfall nicht, er komme aus heiterem Himmel, schlagartig. Gefährdet sei derselbe Personenkreis wie beim Herzinfarkt: Übergewichtigte, Raucher, Alkoholiker und Menschen mit hohem Blutdruck. Die dritte Kategorie von häufigen Erkrankungen im Alter seien die gefürchteten Stürze, so Dr. Raab. Häufig betroffene Körperstellen seien Oberschenkel, Handgelenke, Rippen und Wirbelsäule. Verminderte Sehkraft, reduzierte Reaktionsfähigkeit und viele Medikamente seien die häufigsten Ursachen für derartige Unfälle. 70 Prozent der Stürze würden im Haushalt passieren, Frauen seien infolge der schwächeren Knochensubstanz stärker betroffen als Männer. Wie kann ich mich vor einem Sturz schützen? Hindernisse vermeiden und so genannte Fallen aus dem Weg räumen, zum Beispiel keine Kabel liegen lassen, Haltegriffe in der Badewanne anbringen, Gummifliesen in der Dusche ablegen, nicht mit rutschigen Socken herumlaufen oder Risiken beim Hausputz und bei der Hausarbeit vermeiden. Zusätzlich sollten ältere Menschen durch viel Bewegung, Gymnastik und Balanceübungen die eigene Motorik stärken. Seniorenbetreuer Erwin Fischl bedankte sich beim Referenten für die informativen Ausführungen mit einem Präsent.

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01.04.2009

Schüler bauen Eichenbank

Teisnach. Die Schülerinnen und Schüler der siebenten Klasse an der Volksschule Teisnach überraschten ihre Mitschüler. Unter Anleitung des Klassenleiters Michael Brezl erstellten sie im Unterricht des gewerblich-technischen Bereichs eine Sitzgelegenheit für den Pausenhof. Im Werken lernten sie den Umgang mit Werkzeugen, wie man effektiv das Hartholz Eiche bearbeitet, lernten das Einzapfen und behandelten das Werkstück zweimal mit Öl. Stolz übergaben sie ihr „Meisterstück" an Rektorin Irene Luber. Zusammen mit Michael Brezl und Grundschülern wurde die Sitzgelegenheit gleich ausprobiert. Die Kleinen waren begeistert. Große Anerkennung verdient, dass die Außenbank der Schulgemeinschaft zur Verfügung gestellt wird.

05.04.2009

„Problem ist nicht die Waffe" Grußworte von 2. Bürgermeister Hauf und Regierungsdirektor Mayer

Teisnachs 2. Bürgermeister Markus Hauf hieß vor allem die Schützenjugend in der Marktgemeinde willkommen. Als Gründungsmitglied der Sportschützen Kaikenried zeigte er sich stolz auf alle Schützenvereine, insbesondere aber auf seinen Heimatverein, der eine erfolgreiche Jugendarbeit betreibe. Zu den aktuellen Ereignissen und Diskussionen um das Waffenrecht gab er als Berufssoldat zu bedenken, dass nicht die Waffe das Problem sei, sondern immer die Person, die damit hantiere. Ein vernünftiger und verantwortungsvoller Umgang mit der Waffe, wie er in den Schützenvereinen gelehrt werde, beuge derartigen Vorkommnissen am Besten vor. Regierungsdirektor Karl-Heinz Mayer überbrachte die Grüße des Landrats Heinz Wölfl. Zur aktuellen Situation sei das Zitat von Konfuzius angebracht: „Nur tugendhafte Menschen können gute Schützen sein". Diese Tugend sei allerdings auch nötig, da mit dem Schützenwesen als einer der traditionsreichsten Sportgattungen auch eine große Verantwortung einhergehe. Der Umgang mit der Waffe sei etwas Besonderes und berge natürlich auch Gefahren. Deshalb sei es gerade für die Jugendleiter erforderlich, das notwendige pädagogische Gespür zu besitzen und strikt und stringent durchzugreifen. Sonst bestehe die Gefahr des Missbrauchs, was dann wiederum den Ruf nach Konsequenzen laut werden lasse. Mayer erklärte jedoch, dass man die Gesetze nicht weiter verschärfen, sondern das gegebene Potenzial voll ausnutzen sollte. Man könne den Rufen nach Gesetzesverschärfungen sinnvoll entgegentreten, wenn die bestehenden Gesetze „von den Leuten an der Front" umgesetzt und ausgeschöpft werden. Er wünschte den Schützen Ruhe, Gelassenheit und Konzentration und betonte, dass das Schützenwesen nicht nur Sport, sondern die Pflege bayerischer Lebensart sei.

08.04.2009

FC baut Freisitz für sein Vereinsheim Überdachter Bereich bietet Platz zum Zusammensetzen und Kaffee trinken

Kaikenried. Eifrig am Werkeln sind derzeit zahlreiche Mitglieder des FC Kaikenried. Unter Federführung von Gerhard Ebnet errichten die freiwilligen Helfer mit viel Eigeninitiative und Arbeitseifer einen überdachten Freisitz, der an das Vereinsheim angebaut wird. Als Erstes bereiten die Mitglieder den Unterbau für den 20 mal 5,5 Meter großen Freisitz. Sie verlegen Abwasser-, Wasser und Stromleitungen, machen den Boden frostsicher. Der gesamte Platz wird anschließend gepflastert. An das Vereinsheim wird dann die Holzkonstruktion des Freisitzes angebaut, die mit Dachpappe gedeckt wird. „So entsteht ein überdachter Bereich, unter dem wir Tische und Bänke aufstellen werden", berichtet Karl Augustin. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem die Mitglieder und ihre Angehörigen sowie Zuschauer der sonntäglichen Fußballspiele zusammensitzen, ratschen, Kaffee trinken und Kuchen essen können, während die Kinder nebenan spielen. Für die Kleinen wird neben dem Vereinsheim ein kleiner Spielplatz angelegt. Die Spielgeräte dafür stellt der Markt Teisnach zur Verfügung. Die Gemeinde beteiligt sich zudem mit einem Zuschuss in Höhe von 5000 Euro an den Baukosten für den Freisitz. „Diese wurden vom Planer auf etwa 40 000 Euro geschätzt", erklärte Augustin. Vorstandschaft und Mitglieder des FC Kaikenried hoffen aber, die Kosten durch Eigenleistung nach unten korrigieren zu können.

19.08.2009

Weichen für die Saison gestellt TC GW Teisnach bietet Schnupperkurse für Kinder an

Teisnach. In einer Vorstandssitzung hat die Führungsmannschaft des TC GW Teisnach die Weichen für die neue Saison gestellt. Vorstand Josef Bauer erinnerte die Sitzungsteilnehmer daran, dass der Tennisverein heuer 30 Jahre besteht. Zu diesem Anlass seien aber keine besonderen Aktivitäten geplant. Bewährt hat sich die Spielergemeinschaft mit dem TC Linden. Sie wird bei den Mannschaften Herren I und II sowie der Damenmannschaft weitergeführt und bei den Bambini neu begonnen. Der besondere Dank des Vorsitzenden galt Markus Kasparbauer für seine Initiativen im Nachwuchsbereich, die schon zu einigen Neuzugängen geführt haben, die die erfolgten Austritte in etwa kompensiert haben. Dank Kasperbauers Arbeit könne der Verein eine Kleinfeldmannschaft alleine stellen und mit der Spielgemeinschaft mit den Tennisfreunden aus Bodenmais im Mädchenbereich sind in der kommenden Saison immerhin sechs Mannschaften im Spielbetrieb. Um die Nachwuchsarbeit weiter zu forcieren, werden Schnupperkurse auf dem Kleinfeld für Sechs- bis Achtjährige angeboten, wozu es Informationen am „Schwarzen Brett" im Vereinsheim gibt. Dank des guten Wetters und der Mitarbeit der Spieler sind die Frühjahrsarbeiten auf den Plätzen mittlerweile abgeschlossen. Der Verein ist daher auf die Saisoneröffnung bestens vorbereitet. Die Vorstandschaft hofft nun auf rege Spieltätigkeit der Turnier-, aber auch der Hobbyspieler.

19.04.2009

Schützenjugend auf Hasenjagd

Kaikenried. Zum Osterfest fand das Osterschießen für die Jugendtruppe der Kaikenrieder Sportschützen statt. Mit auf der Preisliste waren neben den Schokoladenosterhasen auch Gutscheine, die auf Glücksscheiben ausgeschossen wurden. Der erste Preis ging an Marko Bauer, Zweiter wurde Alexander Wess und den dritten Rang eroberte sich Alexander Ernst. Als Anerkennung für die eifrige Trainings- und Rundenwettkampfarbeit der Jugendlichen wurden sie nach der Siegerehrung ins Vereinslokal Danzer zum Essen eingeladen. In den Osterferien soll auch noch ein gemeinsamer Bowlingabend stattfinden.

20.04.2009

Teisnach über die Ufer Feuerwehr: Keine Gefahr - Infos im Internet

Teisnach. Bedingt durch den starken Regen und die Schneeschmelze in den höheren Lagen des Bayerischen Waldes trat die Teisnach am Freitag kurzfristig über ihre flachen Ufer und überschwemmte die angrenzenden Wiesen. Das Wasser lief bis hin zum Fußballplatz. „Die Pegel sind zwar bis auf maximal 1,50 Meter angestiegen, aber das liegt noch im ungefährlichen Bereich. Gefährlich wird es erst bei einem Teisnach-Pegel von 1,80 Meter", erklärte Johann Achatz, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion auf Nachfrage des Viechtacher Bayerwald-Boten. Hochwasser führte nach den starken Regenfällen am Freitag zwar auch der Schwarze Regen. Aber Gefahr bestand auch hier bislang nicht. Informationen zur Pegelsituation gibt es im Internet unter www.hnd.bayern.de.

20.04.2009

Zugmaschinen

Teisnach. Am Freitag, 24. April, findet in der Zeit von 8 bis 9.30 Uhr am Festplatz eine Überprüfung von landwirtschaftlichen Zugmaschinen durch den TÜV statt. Darauf weist die Marktverwaltung hin. Dabei werden auch technische Fragen rund um den Schlepper beantwortet.

27.04.2009

„Eine große, fröhliche Schar" Buntes Programm beim Bunten Abend der Teisnacher Minis

Teisnach. Bunt, ideenreich, vielseitig und witzig haben sich die 112 Ministranten der Pfarrei Geiersthal-Teisnach in ihrem roten Einheitsdress mit Namensaufschrift beim zweiten Bunten Abend im Pfarrheim präsentiert. Schon das selbst verfasste Eingangslied war sozusagen Programm für den unterhaltsamen, kurzweiligen und abwechslungsreichen Abend. „Wir sind eine große, fröhliche Schar. Wir haben nicht nur Dienst in der Kirche drin, wir haben auch Gemeinschaftssinn", ließen sie im Gesang hören. Oberministrantin Claudia Schober freute sich über ein volles Haus und begrüßte neben Pfarrer Johann Trescher und Pfarrer i. R. Konrad Krieger viele Eltern und Angehörige. Sie kommentierte anschließend mit Thomas Heimerl die zahlreichen Erinnerungsfotos, die bei einer Power-Point-Präsentation von Arnold Wittenzellner vorgeführt wurden. Die Bilder zeigten den Ausflug nach München, die Radtour, den Wolfgangscup der Minis in Bogen, die Spielenachmittage, das erlebnisreiche Zeltlager und das Krippenspiel. Die musikalische Untermalung dazu lieferte Markus Bauer. In einer kurzen Spielszene der Betreuerrunde beriet diese über eine zuverlässige Wache über den Ministrantenwimpel. An einem Baumstamm auf der Bühne flatterte das Symbol der Lausbuben Gottes, mit aufgedruckter Pfarrkirche und mit Weihrauchfass. Die Beratung hatte wenig Erfolg, denn die kleine Fahne wurde später trotzdem von der Bühne „gestohlen". Einen Sturm der Begeisterung lösten die Sketche aus, die Begebenheiten und Pannen während einiger Gottesdienste nachstellten. Die Minis zeigten gekonnt, in echter Spiellaune und in Original-Ministrantenkleidung, das Stolpern eines Buben über einen Teppich, das Zerbrechen einer Glasfackel oder wie Mesnerin Lidia Buss vergaß, diese Leuchter anzuzünden. Auch der Pfarrer kam nicht ungeschoren davon: Er hatte bei der Palmprozession sein Mikro vergessen und wurde parodiert. Fragen aus dem kirchlichen Leben und nachgesummte Melodien hatten zwei Frauen beim Quiz zu beantworten oder zu erkennen. Die beiden Teilnehmerinnen schlugen sich wacker und erhielten für ihr Können einen Preis. Nach einer kurzen Pause wurden in der zweiten Dia-Schau Fotos von der Toscanafahrt gezeigt. Diesmal moderierten Markus Bauer und Josef Niedermeier. Pfarrer Trescher las dann Kostproben aus dem Reisebericht vor, der von Teilnehmern verfasst worden war. Im Schlussartikel beteuerte Pfarrer Trescher: „Es war eine Freude mit Euch!" Der Geistliche dankte weiter den Sponsoren für diese Fahrt. Große Heiterkeit und herzhaftes Lachen löste das Spiel von den zehn kleinen Ministranten aus, bei dem die Lausbuben Gottes aus verschiedenen Gründen, einer nach dem anderen, verschwinden musste: einer wegen seines Schnarchens, dem anderen wurde es schlecht, ein weiterer haute mit dem Sammelkörbchen ab und so weiter, bis schließlich nur mehr einer übrig blieb. Er holte letztendlich wieder alle zurück. Mit einem gemeinsamen Lied aller Minis verabschiedeten sich die Akteure. Claudia Schober dankte allen Mitwirkenden, besonders Christl Heimerl, die als Motor und gute Seele in der Gemeinschaft wirkt, und an die beiden Geistlichen für ihre Unterstützung. Pfarrer Johann Trescher schloss sich den Dankesworten an.

27.04.2009

Die Trachtler als große Volkstanz-Familie 43. Volkstanztreffen des Waldgaues in der Mehrzweckhalle - Bürgermeisterin zu Gast

Teisnach. „Treu der Sitt, treu der Tracht, treu der schönen bayerischen Waldheimat." Unter diesem Motto trafen sich die Mitglieder und Freunde des Bayerischen Waldgaues am Samstagabend zum 43. Volkstanztreffen in der Mehrzweckhalle Teisnach. Ausgerichtet wurde dieses Fest des Volkstanzes von den Teisnacher „Woidschratzln" unter Leitung der Versitzenden Eleonore Muhr-Wittenzellner. Viele fleißige Hände schmückten festlich die Halle, schafften Getränke vor Ort und stellten warme und kalte Speisen bereit. Bürgermeisterin Rita Röhrl begrüßte die Abordnungen von 21 Heimat- und Volkstrachtenvereinen, die aus dem ganzen Bayerischen Wald nach Teisnach gekommen waren. Der Markt Teisnach wolle die „Woidschratzln" fördern, die das althergebrachte Volksgut erhalten und weitergeben, betonte die Bürgermeisterin. Aber auch moderne Musik locke viele Besucher nach Teisnach und zugleich sei Teisnach durch den Bau der Fachhochschule derzeit „ganz aktuell". Eine außerordentlich gute Wahl für den Tanzabend war die „Tittlinger Tanzbodn Musi" unter Leitung von Anton Mayer. Gekonnt, informativ und kurzweilig führte Volkstanzreferent Eugen Sterl (Kirchberg) durch das Programm. Die Teilnehmer freuten sich über die alten Weisen wie Ochsentreiber, Böhmerwaldlandler, Maschierpolka, Kuckuckspolka, Kikeriki, Manschester, S’Luada, Einhänger und Böhmerwaldlandler. Mit Schwung, Präzision und vor allem mit großer Freude absolvierten die 21 teilnehmenden Vereine ihre Vortänze. Einhellige Meinung: Es wäre schade, wenn dieses Volksgut nicht mehr gepflegt würde! Über den großen Zuspruch freute sich die gesamte Gauvorstandschaft: Vorsitzender Hans Greil (Viechtach), stellvertretender Vorsitzender Alexander Tax (Ruhmannsfelden), Schriftführerin Regina Pfeffer (Arrach) und Jugendreferentin Petra Eggersdorfer waren sichtlich stolz und zufrieden. Der Bayerische Waldgau trat als große Familie auf, die sich um Harmonie zwischen Tradition und Gegenwart bemüht und das Bewährte auch an die nächste Generation weiter gibt.

28.04.2009

Meister der Geflügelzucht

Teisnach. Der Geflügelzuchtverein Teisnach und Umgebung hat drei neue Bayerische Meister in seinen Reihen. Richard Gruber (Vorderpiflitz), Norbert und Florian Schrötter (Drachselsried) und Hans Vogl (Arnbruck) holten den Titel anlässlich der Landesschau in Nürnberg. Richard Gruber züchtet bereits sein einem halben Jahrhundert und gewann mit seinen New Hampshire weiß. Hans Vogl hat sich seit über drei Jahrzehnten der Taubenzucht verschrieben und wurde für seine schwarzen Stellerkröpfer ausgezeichnet. Norbert Schrötter war bereits 2003 Bayerischer Meister und züchtet zusammen mit seinem Sohn Florian Hamburger Silberlack. Gratuliert hat den erfolgreichen Züchtern der Vereinsvorsitzende Johannes Bauer.Hinweis: Das Gartenfest der Geflügelzüchter findet heuer am Samstag, 13. Juni, bei Richard Gruber in Vorderpiflitz statt.

30.04.2009

Vorstandschaft für drei Jahre bestätigt Rudolf Jungbeck bleibt Vorsitzender des Wald-Vereins - Wegewart noch nicht besetzt

Teisnach. Bei der Wald-Vereins-Sektion Teisnach wurde die alte Vorstandschaft für weitere drei Jahre bei der Jahreshauptversammlung gewählt. Von den 230 Mitgliedern des Vereins, kamen 52 Mitglieder, unter den Anwesenden waren das Ehrenmitglied Xaver Raith, 2. Bürgermeister Markus Hauf, 3. Bürgermeister Alfons Altmann, Marktrat und 1. Vorstand des Schnupferclub Teisnach Gerhard Geiger und VdK-Vorstand Katharina Donnerbauer. Eine umfangreiche Tagesordnung war zu bewältigen. Angefangen vom detaillierten Kassenbericht mit Prüfbericht über den umfangreichen Jahresbericht des Schriftführers, bis hin zu Berichten des Wanderwarts und Hüttenwarts. Die Grüße der Marktgemeinde Teisnach überbrachte der 2. Bürgermeister Markus Hauf, der sich neben Alfons Altmann und Gerhard Geiger auch für den Wahlausschuss zur Verfügung stellte. Der alten Vorstandschaft wurde einstimmig Entlastung erteilt. Zügig konnte die Wahl der neuen Vorstandschaft abgewickelt werden. Gewählt wurden wieder: 1. Vorstand Rudolf Jungbeck; 2.Vorstand Johann Pöhn; Schatzmeisterin Christine Sperl, Hauptkassiererin Frieda Dötterl, Schriftführer Siegmund Dötterl, Wanderwarte Alfons Pritzl und Therese Altmann, Hüttenwarte Josef und Christa Fuchs. Zum Kulturausschuss gehören Hilde Kroner, Elle und Karl Wittenzellner und Margarete Pöhn. Als Beisitzer wurden gewählt Alfons Altmann, Alfons Pritzl und Alfons Söhnlein. Die Kassenprüfung übernehmen weiterhin Karl-Heinz Kaikl und Maria Lemberger. Trotz intensiver Suche, konnte der Posten als Wegewart, der dringend besetzt werden sollte, nicht vergeben werden. Die Besetzung musste deshalb noch einmal zurückgestellt werden.

Neue Wege in der Jugendarbeit

Neue Wege möchte der Verein in der Jugendarbeit gehen. Für diese wichtige Aufgabe wurde als Jugendbeauftragte Gabi Plötz einstimmig von der Versammlung gewählt. Einstimmig wurden eine Satzungs-Änderung und die Erhöhung des Jahresbeitrags um zwei Euro beschlossen. Zum Abschluss bedankte sich der wieder gewählte 1. Vorstand Rudolf Jungbeck im Namen der ebenfalls wieder gewählten Vorstandschaft für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschte sich weiterhin eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Vorstandschaft sowie bei den Mitgliedern im Wald-Verein.