Ereignisse in und um Teisnach

Viechtacher Bayerwaldbote vom 13.05.2009

Botschaften für Kinder Kinderbuchautorin Ursula Kraft zu Gast an der Volksschule Teisnach

Teisnach. Freude an Literatur wecken und verstärken sind Zielsetzungen des Deutschunterrichts. Um dem gerecht zu werden, wurde Kinderbuchautorin Ursula Kraft aus Treuchtlingen zu einer Lesung an die Volksschule eingeladen. Für die Klassen eins bis sechs hatte die Schriftstellerin unterschiedliche Bücher ausgewählt. Für die erste und zweite Klasse las sie aus dem Buch „Freundschaft ist blau - oder?" Ein kleiner blauer Pinguin fühlt sich einsam neben seinen schwarz-weißen Artgenossen. Deshalb macht er sich auf den Weg ins weite Meer und findet dort einen Freund, der die gleiche Farbe hat wie er. Als dann noch Grüne und Gelbe kommen, begreift er, dass es um ihn herum viele verschiedene Wesen gibt, die das Leben reich machen. Freundschaft kann alle Farben haben, ist seine Erkenntnis - und auch die der Schüler. In der dritten und vierten Klasse war das Buch „Die Waldmeisterin" Thema. Im immergrünen Königreich Wald verschwinden die Melodien auf unerklärliche Weise. König Farn und seine Tochter bitten in ihrer Not das Mädchen Janni Waldmeister um Hilfe. Janni macht sich auf den Weg durch den Schweigewald, begegnet dort geheimnisvollen Wesen und kann schließlich das Rätsel lösen und die Lebensfreude ins Königreich zurückbringen. Für die Fünft- und Sechstklässler hatte die Autorin das Buch „Die Hingucker" ausgewählt. Das Leben in der Stadt Weinach verändert sich. Alle Menschen mit grünen Augen werden von Tag zu Tag mehr angefeindet. Auch Mattis Freund hat grüne Augen. Matti und seine Schwester beschließen gemeinsam mit zehn anderen Kindern, dieses Unrecht nicht länger hinzunehmen. Sie werden „Hingucker." Mit Einfallsreichtum und Mut gelingt es ihnen, das Geschehen friedlich in eine positive Richtung zu lenken. Jede Klasse erhielt eine Freundschaftskugel aus Ton. Die Botschaft im Inneren der Kugel wird erst nach der Lektüre des ganzen Buches sichtbar. Die Autorin verstand es, die Schüler für den Inhalt der Texte sehr zu motivieren. Das Vorlesen einzelner Kapitel wechselte sich ab mit Erzählphasen und dem aktiven Einbeziehen der Kinder in den Verlauf der Geschichten. Eindrucksvolle, großformatige Bilder als Illustration des Geschehens und akustische Untermalungen faszinierten die Schüler, Fragerunden rundeten die Veranstaltung ab. Ihre Motivation für das Schreiben von Kinderbüchern, so erläuterte sie, seien zwei wichtige Botschaften für die Kinder: Zum einen, vernünftig miteinander und der Natur umzugehen und zum anderen, die Fantasie zu pflegen. Die vorgestellten Bücher werden nun von den einzelnen Klassen als gemeinsame Lektüre gelesen und die wertvollen Botschaften herausgearbeitet.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 15.05.2009

Schaufel für Schaufel zum Gründercampus Spatenstich für Halle 3 und Bürogebäude mit OZB-Aufsichtsrat, Soleg-Vertretern, Planern und Chef der ausführenden Baufirma

Teisnach. Sie wird das neue Zuhause der Soleg Group AG, Großhändler und Hersteller von Photovoltaik-, Solarwärme- und Holzheiz-Anlage, die Halle 3 des Technologiecampuses in Teisnach. Doch beim Spatenstich für den Bau war von Sonnenschein keine Spur. Es regnete in Strömen. Schirm an Schirm reihten sich die Ehrengäste, die Mitglieder des Aufsichtsrates der Optik-Zentrum-Bayern-GmbH (OZB), Markus Hauf, Regina Pfeffer, Gerhard Ebnet und Josef König, die beiden GmbH-Geschäftsführer, Professor Dr. Peter Sperber und Gerhard Wittenzellner, die Planer Siegbert Schanderl, Franz Seitz, Josef Bielmeier und Michael Wimschneider sowie Ludwig Wurm von der ausführenden Baufirma Zankl aus Viechtach, als Teisnachs Bürgermeisterin Rita Röhrl in ihrer Funktion als OZB-Aufsichtsratsvorsitzende, die das FH-Gebäude und den Gründercampus baut, zum Spaten griff. Ihrer Stimmung tat das schlechte Wetter keinen Abbruch. Sie strahlte wie bereits vor vier Wochen beim Spatenstich für das FH-Gebäude über das ganze Gesicht. Ein freudiger Moment war der Spatenstich auch für Bernhard Seiler und Josef Weindl, die beiden Vorstände der Soleg Group AG. Ihr derzeit noch in Zwiesel ansässiges Unternehmen sucht bereits seit über einem Jahr nach größeren Räumen. Auf dem Gründercampus in Teisnach sind sie nun fündig geworden. „Wir freuen uns auf den Umzug und danken schon jetzt für die gute Zusammenarbeit, ich denke wir sind in der richtigen Gemeinde", sagte Soleg Vorstand-Bernhard Seiler. Soleg wolle mit der Ansiedlung in Teisnach einen Beitrag dazu leisten, dass Arbeitsplätze geschaffen werden. „Davon profitiert die ganze Region." So sieht es auch Bürgermeisterin Rita Röhrl. „Mit der Firma Soleg bezieht eine zukunftsorientierte Firma Quartier auf dem Campus", sagte sie bei ihrer kurzen Ansprache. Sie lobte, dass die Firma bereits jetzt mit den anderen Unternehmen, die sich auf dem Campus ansiedeln, in Verbindung getreten sei und sich Kooperationen ergeben hätten. Bereits jetzt zeige sich, dass die Firmen gut zusammenpassen. „Technik, Handwerk und Innovationen ergänzen sich auf hervorragende Weise und ich hoffe, dass das auch für den gesamten Campus gilt", erklärte Röhrl. Der Bau von Halle 3 und angrenzendem Bürogebäude ist schon weit fortgeschritten. Die Mitarbeiter der Baufirma Zankl liegen mit den Arbeiten voll im Zeitplan. Wenn weiter alles nach Plan läuft kann Soleg die 1600 Quadratmeter große Halle und das 600 Quadratmeter große Obergeschoss des Bürogebäudes im Oktober beziehen. Die Baukosten für beide Gebäude zusammen werden auf 1,4 bis 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 19.05.2009

Zu Jesus ins Boot gestiegen 36 Kommunionkinder erstmals beim „Brot des Lebens" - „Das Leben mit Jesu fängt heute erst an"

Teisnach. Der feierliche Einzug der 36 Kommunionkinder - zwölf Mädchen und 24 Buben - mit Pfarrer Johann Trescher, Pfarrer Konrad Krieger und den Lehrkräften in die voll besetzte Kirche bildete den stimmungsvollen Auftakt zu einem außergewöhnlichen Gottes-dienst, zur Erstkommunionfeier der Pfarrei St. Margareta. Das stilvolle Gotteshaus glänzte im Festtagsschmuck. Die Mini-Band begleitete den Einzug auf ihren Instrumenten mit der Weise: „Von guten Mächten wunderbar geborgen". Seit Weihnachten hatte Pfarrer Trescher die jungen Christen intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Um die außerschulische Hinführung zum Sakrament kümmerten sich elf Tischmütter in verschiedenen Gruppen. Endlich war der ersehnte Tag gekommen. Die Erstkommunikanten freuten sich, als sie ihre selbst verzierten Kommunionkerzen vor dem Altar abstellten, nachdem sie an der Osterkerze entzündet worden waren.

Pfarrer predigt mit Ruder in der Hand

Pfarrer Trescher begrüßte zu allererst die Kinder, als Mittelpunkt der Feier, ebenso alle Angehörigen, seinen Mitbruder Pfarrer Konrad Krieger, Rektorin Irene Luber, Klassenlehrerin Gisela Altmann-Pöhnl und Schulleiter und Klassenlehrer Franz Gierl. Ebenso hieß er die Mesnerin, Lidia Buss, die Mini-Band und die Gestalter des beeindruckenden Bootes willkommen, welches das Motto der Feier darstellte: Karin Gabriel, Regina Pfeffer und Horst Bauer. Eltern und Kinder waren aktiv in die Messfeier mit eingebunden. Aus deren Mund hörte man die Worte des Bußaktes, die Lesung und die Fürbitten. Lieder aus der „Pfälzer Kindermesse" sowie weitere passende Gesänge untermal-te die Band mit ihrem harmonischen, klangvollen Spiel.Im Predigtgespräch erzählte der Seelsorger mit einem Ruder in der Hand und in kindgemäßer Weise viele Beispiele aus der Bibel, bei denen Jesus in einem Boot saß. Jesus sei der Kapitän, der die Richtung angebe. „Wir sind mit Jesus im Boot. In allen Situationen ist er bei uns. Wir dürfen ihm vertrauen", bestärkte er die Kinder. Dann zeigte der Priester Möglichkeiten auf, wie die jungen Menschen im Boot Jesu durch gute Taten und durch aktives Christsein mitrudern könnten. „Das Leben mit Jesus fängt heute erst an, es beginnt eure Lehrzeit, danach dürft ihr das nächste Sakrament, die Firmung, empfangen, gleichsam als Gesel-lenbrief", rief Trescher den jungen Christen zu. Die Erneuerung des Taufgelöbnisses sprachen alle Gottesdienstbesucher mit. Mädchen und Buben brachten anschließend die Gaben zum Opfertisch. Nach der Wandlung gruppierten sich die Kommunionkinder im Halbkreis um den Altar, sangen gemeinsam das „Vater unser" und empfingen dann den Leib des Herrn. Mit dem „Vergelt’s Gott" an alle Mitwirkenden und dem Segen von Pfarrer Trescher endete eine erhebende Gottesdienstfeier. Ein Kommunionmädchen dankte stellvertretend allen Eltern für ihre Unterstützung. Die Melodie zu „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand", begleitete den Auszug. Eine Dankandacht am Nachmittag und der Kommunionausflug am nächsten Tag nach St. Englmar mit Gottesdienst und Besuch des Freizeitparkes rundeten schließlich das Fest ab.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 19.05.2009

Der Zusammenhalt ist das Wichtigste Jahreshauptversammlung beim Arbeiterkranken-Unterstützungsverein mit zahlreichen Ehrungen

Teisnach. Beim Arbeiterkranken-Unterstützungsverein Teisnach und Umgebung e. V. stand am Freitag die Jahreshauptversammlung mit Ehrungen langjähriger Mitglieder im Gasthaus „Alte Filmbühne" an. Nach der Begrüßung durch Vorstand Alfred Kasperbauer erhoben sich alle von den Plätzen zur Gedenkminute für die verstorbenen Vereinsmitglieder. Kasperbauer erinnerte daran, dass man sich im 98. Vereinsjahr befinde und in zwei Jahren das hundertjährige Jubiläum anstehe. Obwohl hundert Jahre wirklich ein Grund zum Feiern wären, sei die 90-Jahr-Feier kaum mehr zu übertrumpfen. Damals habe man eine Chronik erstellt. Lobend hob Kasperbauer die Solidarität der Vereinsmitglieder hervor, die bei vielen Veranstaltungen, aber auch bei Beerdigungen ihre Verbundenheit bekunden. Kassier Michael Handlos gab seinen Kassenbericht, der geordnete Finanzen des Vereins aufzeigte. Für die Kassenprüfer bestätigte Pfarrer Johann Trescher eine tadellose Kassenführung, wie man es seit vielen Jahren von Michael Handlos gewöhnt ist. Er wurde von der Versammlung entlastet. Dem Bericht der Schriftführerin Isolde Deiser war zu entnehmen, dass es im Vereinsjahr viele Aktivitäten gab; zum einen gesellige Zusammenkünfte und Geburtstagsgratulationen, aber auch einige sehr informative Veranstaltungen. Pfarrer Johann Trescher, selbst Mitglied, erinnerte daran, dass der Verein vor knapp hundert Jahren aus der Not der Arbeiter entstanden sei. Aber auch heute gebe es Menschen, die auf jeden Cent angewiesen seien; vor allem aber das Miteinander sei wichtig. Da Bürgermeisterin Rita Röhrl in einem wohlverdienten Kurzurlaub weilte, übermittelte Zweiter Bürgermeister Markus Hauf die Grüße der Marktgemeinde. Als Soldat wisse er, wie wichtig Kameradschaft sei - und wurde gleich neues Mitglied im Verein. Zusammen mit Pfarrer Johann Trescher und Vorstand Alfred Kasperbauer gratulierte Hauf dann neun treuen Vereinsmitgliedern und überreichte Urkunden. Auf 40 Jahre Vereinstreue blickt Josef Weinberger zurück. 50 Jahre beim Verein sind Alois Bauer, Heinz Graßl, Fritz Loibl und Hans Kopp. Karl Holzfurtner wird die Urkunde für 50 Jahre Vereinstreue von der Vorstandschaft überbracht, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte. 55 Jahre Vereinstreue können Paul Frisch und Paul Rosenlehner feiern. Im Jahr, als die Bundesrepublik Deutschland entstand, nämlich 1949, trat Karl Weber in den Verein ein. Er kann damit auf stolze sechzig Jahre zurückblicken, ein Jubiläum, das sicher sehr selten gefeiert werden kann.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 21.05.2009

Ehrenamtliche Hilfe ist unersetzlich Mitarbeiter der Altenheime bei der Maiandacht - Die Freiwilligen sind das ganze Jahr aktiv

Teisnach. Aktives Ehrenamt: Mitglieder der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB), des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) und des Sozialausschusses der Pfarrei betreuten zusammen mit den hauptamtlichen Kräften und Angehörigen ehrenamtlich die Bewohner der drei Teisnacher Altenheime bei einer Maiandacht in der Pfarrkirche. Sie schoben Rollstuhlfahrer, führten Gehbehinderte, halfen beim Treppensteigen und bei der Bewirtung. „Einmal im Monat komme ich zu Euch ins Heim zur Messfeier, einmal im Jahr kommt ihr zu mir in die Kirche zur Maiandacht". So begrüßte Pfarrer Johann Trescher gut zwanzig Rollstuhlfahrer und ebenso viele gehbehinderte, ältere Menschen mit ihren Betreuern. Aus vollen Kehlen und mit großer Begeisterung sangen die Heimbewohner die vertrauten Marienlieder und beteten kräftig mit, bei altbekannten Gebeten zur Muttergottes. Mit dem Segen des Priesters endete die schöne Marienfeier. Im Schatten der Bäume auf dem Kirchplatz wartete dann schon der gedeckte Kaffeetisch. Haus 1 war Gastgeber und spendete Kaffee und Kuchen für die Bewohner der drei Heime. Alfons Donnerbauer, altbewährter Hausmusiker, spielte dazu auf seinem Akkordeon vertraute Hintergrundmusik. Auch hier bewirteten neben dem hauptamtlichen Personal die freiwilligen Helfer der Pfarrei. Aber nicht nur einmal im Jahr ist dieser Helferkreis der Pfarrei aktiv, er arbeitet während des ganzen Jahres unentgeltlich in den drei Altenheimen. Einige Damen und Herren des Sozialausschusses betreuen die Bewohner des Hauses 1, Mitglieder des Frauenbundes kümmern sich um die Insassen des Hauses 2. Für die älteren Menschen im Haus 3 fühlt sich die KAB verantwortlich. Einmal im Monat - jede Gruppe hat ihren festen Termin - steht bei den Ehrenamtlichen ein Besuch bei den Senioren auf dem Programm. Eineinhalb bis zwei Stunden opfern sie ihre Freizeit und bringen sich in der Altenbetreuung ein. Bettlägrige Heimbewohner werden in den Zimmern besucht, Rollstuhlfahrer freuen sich auf eine kleine Spazierfahrt rund um die Kirche oder zum Friedhof. Im Aufenthaltsraum wird mit den mobilen Senioren geplaudert, von früheren Zeiten erzählt, über alte Bräuche berichtet und es werden Geschichten und Gedichte vorgelesen. Sehr beliebt bei den älteren Menschen ist auch das gemeinsame Singen, Lieder aus der Jugendzeit der Bewohner werden am liebsten angestimmt. Großen Anklang finden auch Bastelstunden. Der Erlös vom Verkauf der selbst geknüpften Rosenkränze wandert in die Kaffeekasse der Betreuten. Sehr gut angenommen wird auch, wenn die Ehrenamtlichen mit den Heimbewohnern den Rosenkranz beten. Für Demenz-Patienten ist es wichtig, einfach da zu sitzen, ein paar gute Worte zu sprechen oder die Hände zu drücken. Der Dank hierfür ist dann vielleicht ein kurzer Augenaufschlag des Umsorgten, wie eine Betreuerin berichtet. Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist nicht mit Geld zu bezahlen. Für liebevolle Zuwendung, aufmerksames Zuhören oder für stummes Händedrücken gibt es keinen Tarif. Die Teisnacher freiwilligen Helfer gehören zu den mehr als 20 Millionen ehrenamtlich Tätigen in Deutschland, die sich in Bürgerinitiativen, Kirchengemeinden, Sportvereinen und Wohlfahrtsverbänden engagieren. Wenn in der Woche des Ehrenamtes vom 10. bis 16. Mai in den ARD-Sendeanstalten die Aktivitäten der Ehrenamtlichen gewürdigt wurden, fand damit auch der Einsatz der Teisnacher Helferinnen und Helfer eine gebührende Anerkennung. Laut Wikipedia arbeiten die Deutschen 4,6 Milliarden Stunden jedes Jahr ehrenamtlich. Bei einem Stundenlohn von 7,50 Euro wären das 35 Milliarden Euro, ein gigantischer Beitrag zur Volkswirtschaft. „Ehrenamtliches Engagement kann nicht hoch genug geschätzt und respektiert werden - es ist für unser Gemeinwohl unabdingbar", sagt die Patin der Woche des Ehrenamtes, die Geigen-Virtuosin Anna-Sofie Mutter.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 27.05.2009

Panorama pur im Vinschgau Fahrt der Wald-Vereins-Sektion Teisnach nach Südtirol - Schlösser, Kapellen und Klöster gesehen

Teisnach. Eine herrliche Drei-Tages-Fahrt nach Pramajur haben die Mitglieder der Wald-Vereinssektion Teisnach im Vinschgau verbracht. Initiiert und organisiert haben die Fahrt Ella und Karl Wittenzellner. Die Reiseleitung übernahm Landwirtschaftsdirektor Helmut Baumgartl aus Regen. Die Fahrt mit dem Busfahrer Helmut Heigl von der Firma Aschenbrenner führte über München, Garmisch, den Reschenpass bis ins Vinschgau. Nach einer kurzen Pause auf der Raststätte Höhenrain an der A 95 ging die Fahrt weiter über Garmisch in Richtung Fernpass. Die Reisegruppe war auf den Spuren der alten Römischen Heerstraße „Via Claudia Augusta" unterwegs. Über die Geschichte berichtete Helmut Baumgartl.

Zeit zur Einkehr in einer Kapelle

Durch das idyllische Örtchen Biberwier in traumhafter Kulisse führte die Strecke über Serpentinen aufwärts zum Fernpass auf 1210 Meter Höhe. Nassereith umfuhr der Bus in westlicher Richtung nach Imst im Oberinntal in Triol auf 828 Metern. In Imst gründete der Österreicher Hermann Gmeiner 1951 das erste SOS-Kinderdorf. Die Reisegruppe legte an der Raststätte Trofana Tyrol eine Mittagspause ein. Danach ging es durch den Landecker Tunnel mit einer Länge von 6955 Metern, nach dreijähriger Bauzeit erst im Jahr 2000 eröffnet. Mit einer Röhre führt er durch das Venetmassiv östlich an Landeck vorbei. Er verbindet die Reschenstraße mit der Inntalautobahn. Weiter ging es durch das Dorf Reschen am See, welches schon in Italien auf 1500 Meter am nördlichen Ende des Reschensees liegt, und nach Graun, bekannt durch den altromanischen Kirchturm aus dem Jahre 1355, der aus dem Reschensee herausragt. Er ist Zeuge der alten Siedlung, die 1950 geflutet wurde, um den Stausee zu erschaffen. An seinen Ufern entstand danach das heutige Graun. Dann erreichten die Teilnehmer Burgeis in der Ferienregion Obervinschgau auf 1216 Metern unterhalb des Berges Watles (2557 Meter) am Oberlauf der Etsch gelegen. In engen Serpentinen fuhr der Bus von Burgeis den Hang auf 1720 Meter hinauf nach Pramajur am Fuße des Watles. Zunächst an der Fachhochschule für Land- und Forstwirtschaft, die in der alten Fürstenburg untergebracht ist, vorbei und dann auf 1340 Meter über der Talsohle am Benediktinerkloster Marienberg. Es entstand im Jahre 1200, gegründet von den Edlen von Tarasp. Seit über 800 Jahren leben dort in der höchstgelegenen Benediktinerabtei Mönche. Am Ziel - dem Ferienhotel Kastellatz - angekommen, bot sich den Reisenden eine traumhafte Aussicht. Der Panoramablick auf die Ortlergruppe, den Vinschgauer Sonnenberg, die Dörfer Burgis, Mals, Schluderns, Prad und das kleinste Städtchen Europas „Glurns" ist einmalig. Familie Hubert Thöni vom Hotel empfing die Reisegruppe herzlich. Nach einer kurzen Pause erkundeten die Mitglieder des Wald-Vereins die Umgebung auf Schusters Rappen. Eine kleine Kapelle lud die Reisenden zum stillen Gedenken ein und der leicht begehbare Forstweg zur Höfer Alm ließ alle milde Bergluft schnuppern, bis ein aufkommendes Gewitter zur Umkehr mahnte. Mit einem reichhaltigen Abendessen ging der ereignisreiche Tag zu Ende.

Ausblick über Meran

Ein heißer Sommertag kündigte sich am Samstagmorgen an. Gut gestärkt vertrauten sich die Ausflügler wieder dem routinierten Fahrer Heigl an und genossen bei der Busfahrt den Ausblick auf die sonnenüberfluteten weißen Bergspitzen über Meran ins Dorf Tirol. In der Nähe des Schlosses Tirol liegt der Sandgruberhof, der die Gruppe in seinem Törggelekeller zu einer Brotzeit mit Tiroler Spezialitäten erwartete. Angenehme Kühle nach dem heißen Fußmarsch und eine fachkundige Einführung in die Tradition des Weinbaues folgten. Das Glas Wein schmeckte den Reisenden im Kellergewölbe besonders gut. Anschließend besichtigte die Gruppe die paradiesische Gartenanlage von Schloss Trauttmannsdorf. In den Schlossgärten erblühen über 200 000 Blumenzwiebeln zu einem farbenfrohen Blütenteppich. Über die Sissi-Promenade stiegen die Teilnehmer zur Aussichtsplattform auf und genossen eine wunderschöne Aussicht zu den Bergen um den Meraner Kessel. Nach den betörenden Wandelgängen durch Blüten und Düfte kehrten die Reisenden im Seerestaurant ein, bevor es über Schlanders wieder zurück ins Tal ging. Schlanders ist der Hauptort des Vinschaugautales, eingebettet inmitten schönster Obstgärten. Das Wahrzeichen der Feriengemeinde ist der Turm der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, mit einer Höhe von 97 Metern der höchste ganz Tirols. Nach dem Abendessen unterhielt die Gäste noch die „Hauskapelle". Die Reisenden saßen bei Wein und Gesang noch lange zusammen, einige tanzten sogar. Am Sonntagfrüh verabschiedete sich die Reisegruppe zurück in den Bayerischen Wald. Man war sich einig, drei wunderschöne Tage verlebt zu haben. Dank galt dem Reiseleiter Helmut Baumgartl und Busfahrer Helmut Heigl .Die reiselustige Truppe des Wald-Vereins vor herrlichem Bergpanorama.Ella Wittenzellner

Viechtacher Bayerwaldbote vom 30.05/01.06.2009

Notizen aus dem Marktrat Teisnach

Teisnach. In seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend hat der Marktrat Teisnach erneut zahlreiche Aufträge für die Errichtung des Technologie- und Gründercampuses vergeben. Das Gremium votierte einstimmig dafür, die Elektroinstallationsarbeiten für das FH-Gebäude an die Firma Elektro Weikl aus Bodenmais für 613 828,58 Euro zu vergeben. Zwei Angebote waren nach der EU-weiten Ausschreibung in die Bewertung eingeflossen. Den Zuschlag für die Heizungsanlage, für die sechs Angebote eingegangen waren, erhielt die Firma Kastl aus Zandt für 96 001,64 Euro. Die Lüftungsanlage liefert die Firma Hofbauer aus Bad Griesbach, die mit 633 705,89 Euro das wirtschaftlichste von sechs Angeboten vorgelegt hatte. Den Auftrag für die Sanitäranlage, um den sich neun Bieter beworben hatten, hat ebenfalls die Firma Kastl aus Zandt mit einem Volumen von 180 821,56 Euro erhalten. Die Dämmarbeiten übernimmt die Firma Brömme aus Gotha. Ihr Angebot hat ein Volumen von 83 323,76 Euro. Acht Angebote lagen für dieses Gewerk vor. Auch für die Hallen 2 und 3 des Gründercampuses wurden in der Marktratssitzung Aufträge vergeben. Den Zuschlag für die Blitzschutzanlage hat OZB-Geschäftsführer Gerhard Wittenzellner der Firma Maier aus Aidenbach für 14 964,46 Euro erteilt, wie er in der Sitzung bekannt gab. Drei Angebote waren nach der beschränkten Ausschreibung für diesen Auftrag eingegangen. 17 Bieter hatten sich dagegen um die Holzkonstruktionsarbeiten für die Halle 2 und 3 beworben. Den Auftrag erhielt die Firma Köppl aus Drachselsried für 175 554,70 Euro. Die Schlosserarbeiten für das FH-Gebäude wird dagegen die Firma Kraus aus March ausführen. Sie hatte in einer beschränkten Ausschreibung unter drei Angeboten mit 39 727,96 Euro das wirtschaftliches vorgelegt. „Insgesamt haben wir mittlerweile Aufträge im Gesamtwert von rund 6,25 Millionen Euro vergeben. Dazu kommen rund eine Million Euro für die Baugebietserschließung", erklärte Gerhard Wittenzellner. Vorgestellt wurden in der Sitzung auch die Planungen für den Geh- und Radweg „Kaikenried - Arnetsried". Das Straßenbauamt Deggendorf hat hiefür zwei Alternativen ausgearbeitet. Die Kosten belaufen sich auf 670 000 bis 800 000 Euro - je nach Alternative. Finanziert werden soll der Bau unter anderem mit Zuschüssen von 70 Prozent. „In den Fraktionen soll nun intern beraten werden, welche Variante favorisiert werden soll", erklärte Bürgermeisterin Rita Röhrl. Dass der Geh- und Radweg notwendig sei und gebaut werden soll, sei unstrittig. „Das ist eine viel befahrene Strecke, die bei Fußgängern und Radfahrern ebenfalls beliebt ist. Da sind sich alle im Gremium einig, dass ein Geh- und Radweg eine sinnvolle Investition ist", meinte die Rathauschefin. Im Herbst dann sollen die weiteren Planungen durchgeführt und der Bau beschlossen werden.

Viechtacher Bayerwaldbote vom 30.05./01.06.2009

Maiandacht beim Pilgerverein 70 Beter kamen zur Grotte der Familie Kasperbauer

Kaikenried. Über 70 Gläubige versammelten sich am Christi-Himmelfahrtstag bei der kleinen Grotte von Maria und Alfred Kasperbauer in Kaikenried zur Maiandacht des Pilgervereins San Damiano. Vorsitzender Wolfgang Geiger zeigte sich bei der Begrüßung erfreut darüber, dass nun bereits zum dritten Mal in der jungen Vereinsgeschichte die Maiandacht so zahlreichen Zuspruch findet. Er bedankte sich bei der Familie Kasperbauer für das Entgegenkommen. Die Lieder und Texte der Maiandacht stellten eine Verbindung der Verehrung Marias zum nahen Pfingstfest dar. Einige Mitglieder des Kaikenrieder Kirchenchores umrahmten die Feier mit einfühlsamen Marienliedern. Abschließend lud man die Teilnehmer zu einer kleinen Brotzeit ein, die der Pilgerverein vorbereitet hatte. Gerne wurde die Einladung angenommen und sogar einsetzender Regen hielt die Gäste nicht davon ab, sich noch einige Zeit in gemütlicher Runde zu unterhalten.

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10.05.2009

Rasenmähertraktor fängt Feuer Feuerwehreinsatz beim Haus 2 des Altenheims St. Margaretha - 4000 Euro Schaden

Teisnach. Feueralarm gestern Vormittag gegen halb zehn im Haus des Altenheims St. Margaretha in Teisnach. Ein Rasenmähertraktor war in Brand geraten. Doch dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte, war der Rasenmäher nach dem Mähen in einem Geräteschuppen abgestellt worden. Dort fing er anschließend zu brennen an. Nachdem es nicht mehr gelang, den Brand mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle zu bringen, wurde die Feuerwehr verständigt. Den Einsatzkräften der Teisnacher Feuerwehr um die beiden Kommandanten Rolf Jungmann und Richard Obermeier gelang es, den Brand schnell zu löschen. Die ebenfalls alarmierten Feuerwehren Kaikenried, Linden und Altnußberg mussten nicht mehr eingreifen. Zwei Mitarbeiter des Pflegeheimes zogen sich laut Feuerwehr bei dem Brand leichte Rauchvergiftungen zu. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 4000 Euro. Durch den Brand wurde nicht nur der Rasenmähertraktor beschädigt. Auch der Dachbalken des Schuppens wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Ursache für den Brand ist noch nicht geklärt.

10.05.2009

Der Baumlehrpfad „wächst" Esche, Rotbuche, Roteiche: Grundschüler pflanzen weitere Laubbäume

Teisnach. Im vergangenen Schuljahr haben die Viertklässler aus Teisnach unter Anleitung von Förster Josef Niedermeier entlang des Radweges in Richtung Kaikenried eine Eiche, eine Linde und einen Ahorn gepflanzt. In dieser Woche hat die jetzige 3. Klasse die Pflanzaktion fortgesetzt. Mit Esche, Rotbuche und Roteiche, die die Baumschule Schlegel kostenlos zur Verfügung gestellt hat, konnte der geplante Lehrpfad erweitert werden. Förster Niedermeier wies die Schüler auf die besonderen Kennzeichen der neuen Baumarten hin. Interesse für die Natur zu wecken und auch Verantwortung übernehmen, seien nach Aussagen des Fachmannes Zielsetzungen, die mit diesem Projekt bei den Schülern erreicht werden sollen. Eifrig beteiligten sich die neuen Baumpaten an den notwendigen Arbeitsschritten, die vom Aushub des Pflanzloches bis zum Wässern des Bäumchens reichten und versprachen, sich in ihrer Freizeit um die Pflege der Bäumchen zu kümmern.Auch Rektorin Irene Luber freute sich über die Fortführung des Projektes und bedankte sich herzlich beim engagierten Förster Josef Niedermeier und beim Waldbesitzer Alois Stöger, der das Gelände für die Aktion zur Verfügung gestellt hatte und ebenso bei der Gemeinde, die die Pfähle gestiftet hatte.

13.05.2009

Maibaumfest im St. Margareta Heim pflegt Brauchtum - Mit Bier und Brotzeit ausgelöst

Teisnach. Pünktlich zum 1. Mai haben die Bewohner des Altenheimes St. Margareta in Teisnach, Haus 1, einen Maibaum vorbereitet. In gemeinschaftlicher Arbeit wurde ein Kranz aus Tannengrün gebunden und der Baum mit blau-weißen Bändern geschmückt. Doch mitten am Tag, als keiner damit rechnete, haben die Hausmeister Sigi und Friedl den Maibaum gestohlen. So wie es Brauch ist, musste der Baum ausgelöst werden und zwar mit einem „Fässchen" Bier und einer Brotzeit, gestiftet vom Alten- und Pflegeheim St. Margareta. Die Freude über den zurückgewonnenen Maibaum wurde mit einem Maibaumfest gebührend gefeiert. Es gab warmen Leberkäse, Brezen, Kartoffelsalat und Bier. Und Sigi erfreute die Heimbewohner mit Liedern auf seiner Steirischen und sogar ein Tänzchen unter dem Maibaum gehörte dazu. Mailieder und Geschichten um dieses Brauchtum rundeten die Aktion ab.

19.05.2009

So schön wie einst im Mai... KAB-Besuch im Altenheim ließ alte Erinnerungen wach werden

Teisnach. Für eine freudige Überraschung sorgten die ehrenamtlichen Helfer der Katholischen Arbeitnehmerschaft (KAB) Teisnach im Alten- und Pflegeheim St. Margareta Haus 3. Auf einem kleinen Bollerwagen zogen Gunter Baumgartner, Evi Holzfurtner, Roswitha Edenhofer, Rita Seitz und Luise Hackl einen kleinen Maibaum in den Aufenthaltsraum, um den Mai anzusingen. Die Freude über den mitgebrachten Maibaum war den Heimbewohnern sichtlich anzusehen. Das gemeinsame Singen von Mailiedern weckte die Erinnerungen an früher. Es wurde gesungen, getanzt und gelacht, besonders nach der lustigen Vogelgeschichte, die von Luise Hackl vorgetragen wurde. Durch die Gespräche entwickelte sich schnell eine Verbindung zwischen den Generationen, wobei auch die alten Sitten und Bräuche wieder lebendig wurden. Um das Fest abzurunden, wurden Getränke, Freibier und Brezen gereicht. Der Mini-Maibaum steht immer noch im Aufenthaltsraum und erfreut wiederund wieder die Gesichter und Seelen der Bewohner.

19.05.2009

Maiandacht des Pilgervereins

Kaikenried. Am Donnerstag, 21. Mai (Christi Himmelfahrt) findet um 19 Uhr bei der Grotte von Maria und Fred Kasperbauer, Am Hallerberg in Kaikenried wieder die Maiandacht des Pilgervereins San Damiano statt. Alle Mitglieder und die gesamte Bevölkerung sind herzlich dazu eingeladen. Musikalisch wird die Maiandacht vom Kirchenchor Kaikenried mitgestaltet. Nach der Andacht sind alle zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Bei Regenwetter wird die Maiandacht in der Kaikenrieder Kirche gehalten.

20.05.2009

Meister in drei Klassen Sportschützen feiern erfolgreiche Saison - Fest mit Umzug am Samstag

Kaikenried. Die Kaikenrieder Sportschützen haben in der vergangenen Rundenwettkampfsaison des Schützengaues Viechtach für so manche Überraschung gesorgt. Bereits zum dritten Mal in Folge wurden alle drei Mannschaften Meister in ihren Klassen. Am kommenden Samstag feiert der Verein seine Erfolge mit einem Umzug durch das Dorf und anschließendem Fest im Vereinsheim. Los geht es um 17.30 Uhr am Dorfplatz in Kaikenried. Die erste Mannschaft der Kaikenrieder hatte beim Aufstiegskampf zur Bezirksliga den Schützengau Viechtach vertreten, war aber den anderen Gauen unterlegen. Trotz der Niederlage gibt es dennoch reichlich Grund zum Feiern. Die Vorbereitungen für die Meisterfeier am kommenden Samstag laufen auf Hochtouren. Dass es ein riesiges Vereinsfest wird, da ist sich die Schützenmeisterin Maria Schindlbeck sicher. Anlässlich der Erfolge gibt es einen Umzug durch das Dorf, die Ehrengäste und Mannschaftsschützen sitzen dabei in Kutschen. Die Prozession wird vom Musikzug Ruhmannsfelden begleitet. Auch die Böllerschützen aus Teisnach haben ihr Kommen zugesagt und werden mit lauten Klängen die Feierstunde einläuten. Anschließend wird im Vereinslokal, dem Gasthaus Danzer, mit musikalischer Unterhaltung bis in die Morgenstunden gefeiert.

Alexander Wess ist Schützenkönig

Eine weitere erfreuliche Nachricht aus dem Vereinsleben ist, dass bereits zum vierten Mal in Folge der Schützenkönig aus der Jugendtruppe der Kaikenrieder hervorgeht. Alexander Wess hat sich als diesjähriger Schützenkönig behauptet. Der Jungschütze ist sogleich der erfolgreichste Schütze im Verein. Zur Meisterfeier sind alle Mitglieder der Kaikenrieder mit ihren Familien, sonstige Freunde des Vereins sowie die Jugend-Schützen natürlich mit ihren Eltern und Geschwistern eingeladen. Die Schützenmeisterin wünscht sich jedoch auch, dass den erfolgreichen Schützen viele Zuschauer aus dem Dorf und Nachbardörfern zujubeln und sich mit dem Verein freuen.

29.05.2009

Ein dreifaches „Meisterstück" gefeiert Einmaliger Erfolg der Sportschützen: Alle drei Wettkampfmannschaften auf Platz eins

Kaikenried. Die Kaikenrieder Sportschützen verstehen es nicht nur hervorragend zu schießen, sondern auch groß zu feiern. Das haben sie am Samstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zum dritten Mal in Folge ist den drei Kaikenrieder Mannschaften bei den Gaurundenwettkämpfen der Aufstieg gelungen, wobei die „Erste" die Meisterschaft in der Gauoberliga perfekt machte. Ein dreifaches Meisterstück - das dürfte wohl auch in der Rundenwettkampfgeschichte des Schützengaues Viechtach einmalig sein. Als Ehrengäste der Meisterfeier durfte Schützenmeisterin Maria Schindlbeck den 2. Bürgermeister und Jugendbeauftragten der Marktgemeinde Teisnach, Markus Hauf, die Sportbeauftragte und Gemeinderätin Regina Pfeffer und Gemeinderat Gerhard Ebnet und Rundenwettkampfleiterin Marion Wittenzellner (Viechtach) willkommen heißen. Am frühen Abend hallte der Salut der Teisnacher Böllerschützen durch den Ort, der die Bevölkerung auf das Ereignis aufmerksam machte. Angeführt von einer Abordnung des Musikzuges Ruhmannsfelden und begleitet von zwei Pferdekutschen, in denen die Mannschaftsschützen Platz nahmen, setzte sich der Zug durch das Dorf in Bewegung. Standesgemäß zu den Klängen des „Kaikenrieder Marsches" zog man beim „Kirchenwirt" ein. Dort benötigte 2. Bürgermeister Markus Hauf (unbeirrt von seiner roten Schürze) nur wenige Schläge, um das erste Fass anzustechen. Schützenmeisterin Maria Schindlbeck gratulierte nochmals allen Mannschaften zu ihren großartigen Erfolgen. Selbst wenn die „Erste" jetzt bei den Aufstiegskämpfen in Plattling den Sprung in die Bezirksliga leider nicht geschafft habe, sei auch das noch einmal ein sehr interessanter und aufregender Tag gewesen. Sie dankte allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben, insbesondere der Feuerwehr sowie Reinhard und Daniel Graßl für ihre Unterstützung bei den Vorbereitungen. 2. Bürgermeister Markus Hauf übermittelte dem Verein die Glückwünsche der Marktgemeinde und von Bürgermeisterin Rita Röhrl, die urlaubsbedingt nicht dabei sein sein konnte. „Drei Mannschaften gleichzeitig Meister - so etwas geht nur in Kaikenried", bemerkte er. Aber der Erfolg komme nicht von ungefähr, sondern sei auf einer konsequenten Vereins- und vor allem Jugendarbeit aufgebaut. Der Amtsantritt von Maria Schindlbeck als 1. Schützenmeisterin habe dem Verein ebenfalls einen weiteren Schub gegeben. Dem verpassten Bezirksliga-Aufstieg solle man nicht nachtrauern, sondern einfach im nächsten Jahr einen neuen Angriff wagen. „Das ist Kaikenried!" stellte auch die Sportbeauftragte Regina Pfeffer in ihrem Grußwort fest. Ein beachtlicher Zusammenhalt und eine aktive Jugend, die von ihren Eltern hervorragend unterstützt wird, seien der richtige Weg, den man weitergehen sollte. Rundenwettkampfleiterin Marion Wittenzellner übermittelte dem Verein die Grüße des Gaues. Mit drei Mannschaften drei Mal hintereinander ganz vorne zu sein, sei etwas, worauf die Kaikenrieder Sportschützen mit Recht sehr stolz sein könnten. Mit Freude habe sie vernommen, dass zur nächsten Saison sogar eine „Vierte" ins Rennen geschickt werden soll. Anschließend durfte Schützenmeisterin Maria Schindlbeck noch zwei Vereinssieger ehren. Mit einem 28,3-Teiler holte sich der Jungschütze Alexander Wess den Titel des Schützenkönigs. Als Auszeichnung wurde ihm eine Königsscheibe überreicht. Anlässlich seines 60. Geburtstags im vergangenen Jahr hat Helmut Baumgartner eine gläserne Geburtstagsscheibe ausgelobt, für die es galt, einen 60-Teiler zu erreichen. Dieser Vorgabe am nächsten kam Jürgen Baumgartner, der mit einem 59,4-Teiler der Schützenmeisterin Maria Schindlbeck (56,0-Teiler) noch das Nachsehen gab. Bei freiem Essen und Getränken wurde anschließend noch bis weit in die Nacht hinein gefeiert